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Kultur & Kunst

Städtische Galerie in der Reithalle Schloß Neuhaus

Die ehemalige Reithalle Schloß Neuhaus wurde 1825 für die im Schlossareal stationierte preußische Garnison errichtet. Seit 1994 befindet sich in dem grundlegend restaurierten und mit modernster Museumstechnik ausgestatteten Bau eine Abteilung der Städtischen Galerie Paderborn. Der anmutige Charakter der Biedermeier-Architektur, den die Reithalle trotz Modernisierung bewahrt hat, verleiht den dort präsentierten Wechselausstellungen ein reizvolles Ambiente.

Mit Schwerpunkten vor allem im Bereich der älteren Kunst - Malerei und Grafik - bietet die Reithalle ein alternatives Spektrum zur Städtischen Galerie Am Abdinghof. Künstlerpersönlichkeiten des 16. bis frühen 20. Jahrhunderts sowie spezielle Themen der traditionellen Kunstgeschichte stehen im Zentrum des Ausstellungsprogramms, das im acht- bis zehnwöchigen Turnus wechselt.

Ergänzende Informationen finden Sie auf der Internetseite der Städtischen Galerie in der Reithalle (Schaltfläche rechts).

Öffnungszeiten:
Di. - So. 10-18 Uhr
Eintrittspreise:
Erwachsene 2,50 Euro
Schüler, Studenten, Jugendliche 2,00 Euro
Jahreskarte 12,00 Euro
Schulklassen, Kindergärten und Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt

Kontaktadresse:
Städtische Galerie in der Reithalle
Im Schloßpark 12, 33104 Paderborn-Schloß Neuhaus
Tel. 05251 881076 und
Tel. 05251 881077
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

AKTUELLE AUSSTELLUNG:

KUNSTFOTOGRAFIE UM 1900 - Die Sammlung Fritz Matthies-Masuren
24. September - 20. November 2016

Etwa um die Wende des 19. Jahrhunderts wurde es den Fotografen mit dem Aufkommen neuer technischer Verfahren ermöglicht, nun auch die Gestaltungsmittel von Malerei und Grafik aufzugreifen. Über diesen Weg wurden sie sich einer der Fotografie eigenen Bildästhetik bewusst. Die internationale Bewegung der "Kunstfotografie" wurde vor allem von Amateuren aus dem wohlhabenden Bildungsbürgertum getragen. Losgelöst von ökonomischer Zweckgebundenheit wollten sie das subjektiv-ästhetische Wahrnehmungserlebnis kultivieren. Mit der Sammlung Matthies-Masuren, die sich seit 1924 in der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin befindet, liegt uns ein beeindruckendes Zeugnis dieses überaus spannenden Kapitels der Fotografiegeschichte vor - von Alfred Stieglitz über James Craig Annan bis hin zu Max Burchartz.  

ZULETZT GEZEIGT:

WILLI BAUMEISTER - Die Lust am Unbekannten
2. Juli 2016 - 4. September 2016

Willi Baumeister hat das große Verdienst, die "abstrakte" Kunst populär gemacht zu haben. Als bekanntester Künstler der Nachkriegszeit war er zugleich der engagierteste Vorkämpfer der deutschen Moderne im In- und Ausland. Baumeisters reiches bildnerisches Universum besteht aus einer Mischung von Gesehenem und Erinnertem, Erkanntem und Erfundenem; es enthält Konstruktiv-Geometrisches neben Organisch-Bewegtem, großflächige Farbflächen neben zarten Lineaturen, erdhaft Geballtes neben Luftig-Schwebendem - eine Welt der Kontraste und Polaritäten. Entgegen seiner heutigen Stellung in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts war Baumeister indes nie ein Dogmatiker der Abstraktion; er verstand sich vielmehr als "Figurenmaler" in dem Sinn: "Der Maler muss die kürzeste, die einfachste Ausdrucksform für die Wesenheiten des Menschen finden.".

Die Ausstellung in der Reithalle zeigt neben einer Anzahl repräsentativer Gemälde aus öffentlichen Sammlungen rund 60 Zeichnungen und Grafiken aus dem Bestand des Kunstmuseums Bochum. Sie entstammen der Privatsammlung des Künstlers und Baumeister-Schülers Kurt Rehm.

Weitere Informationen: