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Kultur & Kunst

Städtische Galerie in der Reithalle Schloß Neuhaus

Die ehemalige Reithalle Schloß Neuhaus wurde 1825 für die im Schlossareal stationierte preußische Garnison errichtet. Seit 1994 befindet sich in dem grundlegend restaurierten und mit modernster Museumstechnik ausgestatteten Bau eine Abteilung der Städtischen Galerie Paderborn. Der anmutige Charakter der Biedermeier-Architektur, den die Reithalle trotz Modernisierung bewahrt hat, verleiht den dort präsentierten Wechselausstellungen ein reizvolles Ambiente.

Mit Schwerpunkten vor allem im Bereich der älteren Kunst - Malerei und Grafik - bietet die Reithalle ein alternatives Spektrum zur Städtischen Galerie Am Abdinghof. Künstlerpersönlichkeiten des 16. bis frühen 20. Jahrhunderts sowie spezielle Themen der traditionellen Kunstgeschichte stehen im Zentrum des Ausstellungsprogramms, das im acht- bis zehnwöchigen Turnus wechselt.

Ergänzende Informationen finden Sie auf der Internetseite der Städtischen Galerie in der Reithalle (Schaltfläche rechts).

Öffnungszeiten:
Di. - So. 10-18 Uhr
Eintrittspreise:
Erwachsene 2,50 Euro
Schüler, Studenten, Jugendliche 2,00 Euro
Jahreskarte 12,00 Euro
Schulklassen, Kindergärten und Kinder unter 12 Jahren haben freien Eintritt

Kontaktadresse:
Städtische Galerie in der Reithalle
Im Schloßpark 12, 33104 Paderborn-Schloß Neuhaus
Tel. 05251 881076 und
Tel. 05251 881077
geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

AKTUELLE AUSSTELLUNG:

HORST JANSSEN - Meine Hölle bin ich selber
Werke aus der Sammlung Tete Böttger

27. Februar - 5. Juni 2016

Horst Janssen ist einer der bedeutendsten Grafiker, Plakatkünstler und Buchillustratoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den 60er Jahren gewinnt der Künstler auf der ersten Internationale der Zeichnung den Kunstpreis der Stadt Darmstadt und wenige Jahre später sind seine Arbeiten international bekannt und geschätzt. Janssen bricht immer wieder mit den tradierten Sehgewohnheiten und erreicht dadurch einen eindrucksvollen bildlichen Ausdruck, der über neue Form- und Sinnzusammenhänge hinausgeht. Die Städtische Galerie in der Reithalle präsentiert eine Auswahl von rund 140 Werken Janssens aus der herausragenden Privatsammlung Tete Böttgers.

IN KÜRZE:

WILLI BAUMEISTER - Die Lust am Unbekannten
2. Juli 2016 - 4. September 2016

Willi Baumeister hat das große Verdienst, die "abstrakte" Kunst populär gemacht zu haben. Als bekanntester Künstler der Nachkriegszeit war er zugleich der engagierteste Vorkämpfer der deutschen Moderne im In- und Ausland. Baumeisters reiches bildnerisches Universum besteht aus einer Mischung von Gesehenem und Erinnertem, Erkanntem und Erfundenem; es enthält Konstruktiv-Geometrisches neben Organisch-Bewegtem, großflächige Farbflächen neben zarten Lineaturen, erdhaft Geballtes neben Luftig-Schwebendem - eine Welt der Kontraste und Polaritäten. Entgegen seiner heutigen Stellung in der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts war Baumeister indes nie ein Dogmatiker der Abstraktion; er verstand sich vielmehr als "Figurenmaler" in dem Sinn: "Der Maler muss die kürzeste, die einfachste Ausdrucksform für die Wesenheiten des Menschen finden.".

Die Ausstellung in der Reithalle zeigt neben einer Anzahl repräsentativer Gemälde aus öffentlichen Sammlungen rund 60 Zeichnungen und Grafiken aus dem Bestand des Kunstmuseums Bochum. Sie entstammen der Privatsammlung des Künstlers und Baumeister-Schülers Kurt Rehm, dem zeitgleich eine Werkschau im neueröffneten Kunstmuseum gewidmet ist.

Weitere Informationen: