Internationaler Frauentag 2012
Liebe Paderbornerinnen und Paderborner!
Die Geschichte des Internationalen Frauentags reicht bis in die Arbeiterinnenbewegung des 19. und 20. Jahrhunderts zurück. Die Fabrikarbeiterinnen litten unter miserablen Arbeits- und Lebensbedingungen und verdienten für die gleiche Arbeit weniger als die beschäftigten Männer. Aus ihrer Not heraus streikten die Fabrikarbeiterinnen für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, für kürzere Arbeitszeiten und gegen unzumutbare Wohn- und Lebensbedingungen. Sie standen auf im Kampf gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung.
Vor diesem Hintergrund wurde am 19. März 1911 zum ersten Mal der Internationale Frauentag begangen. Mehr als eine Million Frauen gingen für das aktive und passive Wahlrecht auf die Straße. Seit 1921 wird der Internationale Frauentag am 8. März gefeiert. Er hat danach eine sehr wechselhafte Geschichte durchlaufen: 1932 wurde er von den Nationalsozialisten verboten, nach dem 2. Weltkrieg geriet er zunächst in Vergessenheit, wurde aber durch die Frauenbewegung wiederbelebt.
Die tatsächliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern hat sich bis heute noch nicht in allen Lebensbereichen durchgesetzt. So ist beispielsweise die Entgeltgleichheit zwischen den Geschlechtern noch lange nicht hergestellt und auch die beruflichen Aufstiegs- und Wiedereinstiegsbedingungen für Frauen sind nach wie vor schwierig.
Mit diesen und vielen weiteren Themen befassen wir uns nicht nur am Internationalen Frauentag 2012, dessen Programm wir Ihnen hiermit sehr ans Herz legen möchten.
Auch unsere Angebote zur diesjährigen PROFESSIONelle Nouvelle, der ehemaligen Berufs- und Zukunftsmesse für Frauen und Mädchen im neuen Gewand eines Kongresses, greifen diese Themen auf. Die Seminare, Workshops und Aktionen bieten wir vom 20. bis zum 22. September 2012 im und rund um das Historische Rathaus der Stadt Paderborn an. Merken Sie sich diesen Termin schon mal vor!
Ich wünsche Ihnen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche interessante Anregungen im Rahmen unseres Programms.
Ihre
Dagmar Drüke
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Paderborn
