Museum für Stadtgeschichte
Museum für Stadtgeschichte

Pfaffenfeindtaler

Pfaffenfeindtaler
Diese Spottmünze auf katholische Geistliche wurde von Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel 1622 in Soest geprägt. Als Rohstoff zur Prägung des Pfaffenfeindtthalers diente Kirchensilber, das der Herzog zuvor vornehmlich aus dem Paderborner Dom geraubt hatte. Der Prägung dieser Münze ist unter anderem der mittelalterliche Liboriusschrein aus dem Paderborner Dom zum Opfer gefallen.

Aufgrund der vorderseitigen Inschrift »Gottes Freundt, der Pfaffen Feindt« erhielt dieses Gepräge die Bezeichnung Pfaffenfeindtthaler. Ein weniger gebräuchlicher Name für diesen Thaler ist »Gottesfreundtthaler«. Nachprägungen des Thalers stammen aus der Zeit um 1671, als August von Braunschweig mit dem Bischof von Münster in Fehde lag.