ASP - Eigenbetrieb der Stadt Paderborn
ASP - Eigenbetrieb der Stadt Paderborn

Abfallgebühren der Paderstadt landesweit am niedrigsten

Günstig, günstiger, Paderborn.

Behälterleerung mit einem modernen Doppelseitenlader-Fahrzeug
Ein Grund für die günstigen Abfallgebühren in Paderborn - Leerung der Behälter durch moderne Doppelseitenlader-Fahrzeuge.

Bei den Abfallgebühren kann man in Paderborn richtig sparen. Die Paderbornerinnen und Paderborner zahlen für ihren Abfall landesweit am wenigsten. Das hat der Bund der Steuerzahler NRW e.V. in seiner jährlichen Gebührenumfrage auch für 2011 wieder festgestellt. Paderborn hat bei einem Entsorgungsrhythmus von 14 Tagen bzw. vier Wochen inklusive Biotonne und Altpapiertonne die günstigsten Gebühren in NRW. So kostet das Entsorgungspaket bei 14-täglicher Leerung des 120-Liter-Restmüllgefäßes 139 Euro und 103 Euro bei vierwöchentlicher Abholung im Jahr. Zum Vergleich: in der teuersten Kommune müssen für das vierzehntägliche Intervall 468,96 Euro pro Jahr und für das vierwöchentliche Intervall 351,48 Euro jährlich gezahlt werden.

"Ein Ergebnis, auf das wir sehr stolz sein können, und das auch die gute Arbeit unseres städtischen Eigenbetriebes ASP belegt", freut sich Bürgermeister Heinz Paus. Reinhard Nolte, Betriebsleiter des Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetriebes Paderborn (ASP) ergänzt: "Vergleichsweise niedrige Abfallgebühren bei gleichzeitig umfangreichem Service und hohem ökologischen Niveau wird auch zukünftig die Maxime für uns sein."

Reinhard Nolte macht gleichzeitig deutlich, dass bei der im September 2011 anstehenden Novellierung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes die Kommunen mit ihren sicheren und gut funktionierenden Entsorgungssystemen nicht abgehängt werden dürften. Konkret gehe es dabei unter anderem darum, wer demnächst die zahlreichen Wertstoffe, die im Haus- und Geschäftsmüll noch vorhanden sind, zugeordnet bekomme. Die Erlöse der kommunalen Wertstofferfassung flössen zur Zeit zu Gunsten der Bürgerinnen und Bürger direkt in die Gebührenkalkulation ein und trügen somit zu stabilen Abfallgebühren in Paderborn bei, so der ASP-Chef. Der Gesetzentwurf sehe demgegenüber unter anderem vor, dass sich private Entsorger über sogenannte gewerbliche Sammlungen die werthaltigen Stoffe aus den Abfällen "herauspicken" könnten, während die teure Restmüllentsorgung an den Kommunen hängen bliebe. Gebührenerhöhungen und Einbußen im Klima- und Ressourcenschutz würden vielerorts die Folge sein.

Aus vorgenannten Gründen habe der Rat der Stadt Paderborn im Februar dieses Jahres im Einklang mit vielen anderen Stadt- und Kreisräten in Deutschland einstimmig eine von der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände initiierte "Resolution zur Neuordnung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes" beschlossen, erläutert der Fachausschussvorsitzender und stellvertretender Bürgermeister Dietrich Honervogt. Es bestehe fraktionsübergreifend Einigkeit darin, so Honervogt, dass die mit dem vorgelegten Referentenentwurf geplanten Neuregelungen, insbesondere zur Zulässigkeit von gewerblichen Sammlungen, einer am Gemeinwohl orientierten Abfallwirtschaft entgegenstehe und eine massive Gefährdung der bewährten kommunalen Entsorgungsstrukturen sowie Stabilität der Abfallgebühren darstelle.

Die ausführlichen Tabellen des Gebührenvergleichs stehen im Internet unter der Adresse "www.steuerzahler-nrw.de". Einzelheiten zu der vom Rat der Stadt Paderborn verabschiedeten Resolution zum Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz befinden sich im Internet unter der Adresse "www.asp-paderborn.de".