Bauen und Wohnen
Planen, Bauen und Wohnen

Kläger sagten Gespräch am Samstag ab

29.04.2006
Paderborn (IP). Beim Stadionneubau hat die Stadt Paderborn keine Einigung mit den Klägern der Paderborner Straße erzielt. Damit läuft die vom Rat gesetzte Frist für ein Ende der Gespräche bis zum 30. April ohne Ergebnis aus. Verhandlungsführer Bürgermeister Heinz Paus will das weitere Vorgehen jetzt mit der Politik beraten und einen entsprechenden Vorschlag dafür in der Sitzung des Rates am 11. Mai unterbreiten.

Ein für Samstagmittag vorgesehenes Gespräch hatten die Kläger der Paderborner Straße am Vormittag kurzfristig abgesagt. Sie begründeten das mit weiterem Beratungsbedarf und der Feststellung, sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen zu wollen. Sie seien aber zu weiteren zielorientierten Gesprächen bereit. Nach einem längeren Gespräch am Freitag sollte es am Samstag auf der Basis eines weitgehend ausgearbeiteten Vertrages im Wesentlichen noch um die Frage gehen, was geschieht, wenn die Stadt nach Rücknahme der Klage durch die Anwohner ihren für diesen Fall zugesicherten Verpflichtungen nicht nachkommt. 'Wir sind den Klägern sehr weit entgegen gekommen und haben differenzierte Vorschläge gemacht', so Bürgermeister Heinz Paus. Die Stadt werde auf jeden Fall am Stadion an diesem Standort festhalten. Mit dem entsprechenden B-Plan, den der Rat bereits vor einem Monat ins Verfahren gebracht hat, werde das Projekt dauerhaft an dieser Stelle abgesichert.

Die vorläufige Lösung der Stadionproblematik - um die es in den Gesprächen der Stadt mit der Klägern geht - sieht vor, dass bei Rücknahme der Klagen gegen das Projekt kurzfristig weitergebaut werden kann. Außerdem soll bei dieser vorläufigen Lösung mit zum Teil provisorisch anzulegenden Parkplätzen in unmittelbarer Nähe des Stadions kurzfristig der für das Stadion bestehende Stellplatzbedarf nachgewiesen werden. Vorteil dieser Lösung wäre nicht nur ein rascher Weiterbau des Stadions, sondern auch die Möglichkeit, Investitionen für eine dauerhafte Lösung der Stadionproblematik und für weitere städtische und private Investitionsvorhaben verwenden zu können.

Der vom Rat gebilligte so genannte Masterplan 'Almeaue-Hoppenhof' sieht als endgültige Lösung eine völlig neue Erschließung des Gebietes über eine Stadionallee und eine Abfahrt von der B 1 vor. Neben den knapp 1200 am Stadion vorhandenen Stellplätzen sollen in dem Areal im Endausbau noch etwa 2.900 Parkplätze geschaffen werden, so dass dann mehr als 4.000 Plätze dort zur Verfügung stehen werden. Hinzu kommen weitere 1000 Plätze im Umfeld. Für eine Vollauslastung des Stadions mit 15.300 Besuchern sind etwa 3.900 Stellplätze erforderlich.