Zeitintensive Entrauchung der Kellerräume eines Hochhauses
Am Sonntagabend, um 20 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einem Kellerbrand in einem Hochhaus in der Ernst-Reuter-Straße in Schloß Neuhaus alarmiert.
Bei dem Eintreffen der ersten Kräfte war der Zugang zum Keller bereits stark verraucht.
Der Treppenraum des Hochhauses war zu diesem Zeitpunkt nicht verraucht, was dem umsichtigen Handeln eines Bewohners zu verdanken ist, der die Kellertür sofort wieder verschloss, nachdem er die Rauchentwicklung entdeckt hatte.
Über den Treppenraum eines Nachbargebäudes bestand ebenfalls eine Zugangsmöglichkeit zu dem betroffenen Keller. Dieser Zugang war ebenfalls stark verraucht.
Zur Brandbekämpfung wurde ein Trupp unter schwerem Atemschutz mit einem C-Rohr eingesetzt.
Eine Verrauchung der Treppenräume konnte durch den Einsatz von mobilen Rauchverschlüssen und Hochleistungslüftern weitgehend vermieden werden.
Nachdem der Brandherd in einem kleineren Kellerraum ausfindig gemacht wurde, konnte der Brand schnell gelöscht werden. Die Entrauchung des Kellers erwies sich aufgrund der Größe und der Aufteilung des Kellers als sehr zeitintensiv.
Problematisch war zudem, dass die Elektroverteilung im Keller durch die Wärmeeinwirkung des Brandes schwer beschädigt wurde, so dass die Gebäude zunächst durch Eon stromlos geschaltet werden mussten.
Eine hilfebedürftige Person wurde wegen des erwarteten längeren Stromausfalles im gesamten Gebäude durch Unterstützung des Ordnungsamtes anderweitig untergebracht.
Im Verlauf des Einsatzes wurden die Keller- und Treppenräume mehrfach mit Messgeräten auf das Vorhandensein von Kohlenmonoxid kontrolliert.
Die Bewohner der Gebäude konnten nach ca. einer Dreiviertelstunde wieder zurück in ihre Wohnungen. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr konnten wegen der schwierigen Belüftung des Kellers erst nach ca. 3 ½ Stunden beendet werden.
Im Einsatz waren die Löschzüge Schloß Neuhaus und Elsen, die Wachen Nord und Süd, der Rettungsdienst, der Abrollbehälter Atemschutz, der Einsatzführungsdienst sowie der Leiter der Feuerwehr.
Während des Einsatzes wurden die Wachen Nord und Süd durch Kräfte der Löschzüge Stadtheide, Süd/West und Mitte/Ost besetzt.
Insgesamt wurden ca. 55 Einsatzkräfte vor Ort eingesetzt, davon sieben Trupps unter schwerem Atemschutz.
Marc Hammerstein - Feuerwehr Paderborn
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