Feuerwehr Paderborn mit Fahrzeugen
Feuerwehr Paderborn

Garagenanbauten brannten völlig nieder

Am Freitag, dem 06. April 2012 gegen kurz nach 0:00 Uhr morgens, wurden die hauptamtlichen Kräfte der beiden Feuerwachen Nord und Süd sowie die ehrenamtlichen Kernstadtzüge Stadt Mitte und Stadtheide zu einem Brand in die Pontanusstraße alarmiert.

Ein Anwohner aus der Pontanusstraße hatte die Feuerwehr gerufen und einen Brand gegenüber des technischen Rathauses gemeldet.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Paderborn brannten zwei in Holzbauart erstellte benachbarte Garagenanbauten zwischen zwei Häuserhälften in voller Ausdehnung. Das Feuer war bereits auf einen Wintergarten übergegriffen und schlug unter die Dachvorsprünge der Giebelwände angrenzender Wohnhäuser.

Da die Holzanbauten eine Feuerbrücke zwischen den Wohnhäusern bildeten, wurde vom ersteintreffenden Löschfahrzeug unmittelbar mit der Brandbekämpfung und Verteidigung der Wohngebäude begonnen. Der erkundende Einsatzleiter der Feuerwehr Paderborn fand auf der von der Hauptstraße abgewandten Gebäudeseite, in der sich auch die Hauptzugänge zu den Wohnhäusern befinden, den Bewohner des vom Brand am stärksten betroffenen Gebäudes vor. Seine Frau und er sind die einzigen Bewohner dieser Haushälfte, hatten sich ins Freie gerettet und fanden während des Einsatzes Unterschlupf bei Nachbarn.

 Nachdem bei dem anderen vom Brand bedrohten Wohnhaus niemand auf Klingeln an der Haustür geöffnet hatte, hatte die Polizei sich gewaltsam über ein Fenster Zutritt zum Haus verschafft und das Gebäude nach Personen durchsucht, jedoch Niemanden vorgefunden.

Aufgrund der örtlich getrennten Angriffsmöglichkeiten für die Feuerwehr, wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet, die die Brandbekämpfung von zwei Seiten vornahmen.

Ein Einsatzabschnitt ging über tragbare Leitern der Feuerwehr auf die benachbarten Garagen vor und konnte eine Brandausbreitung auf die angrenzenden Wohnhäuser verhindern, während im Gebäudeinneren regelmäßig mit Wärmebildkameras kontrolliert wurde, ob das Feuer sich in den Spitzboden gefressen hatte.

Der andere Einsatzabschnitt schlug unterdessen die Flammen der Holzanbauten nieder und konnte zwei Propangas-Flaschen bergen, die sich bereits im Feuer stark erwärmt hatten. Die Druckbehälter wurden mit Löschwasser heruntergekühlt und in einen Gartenteich zum weiteren Auskühlen gelegt.

Nach erfolgreichem Niederschlagen der Flammen wurden über eine Drehleiter Nachlöscharbeiten durchgeführt. Dazu mussten einige Dachziegel eines Wohnhauses entfernt werden, wo sich das Feuer in die Dachhaut gefressen hatte. Die Garagen wurden ebenfalls durch die Feuerwehr kontrolliert. Auch hier konnte die Bausubstanz erhalten und ein Oldtimer in einer der Garagen vor den Flammen geschützt werden.

Bereits während der Löscharbeiten nahm die Kriminalpolizei die Brandursachenermittlung auf. Nach ca. 2 Stunden konnten die Einsatzmaßnahmen durch die Feuerwehr beendet werden. Eine Anwohnerin aus der Pontanusstraße musste aufgrund der Aufregung und ihrer Vorerkrankung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert werden. Die Garagenanbauten brannten völlig nieder und auch ein Wintergarten wurde Teilzerstört in dem ein Aquarium gestanden hatte, das durch die enorme Wärmeentwicklung geborsten war.

Das Fahrzeugaufkommen an der Einsatzstelle seitens der Feuerwehr belief sich zwischenzeitlich auf vier Löschfahrzeuge, zwei Drehleitern, zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, sowie zwei Kommandowagen mit dem Leiter der Feuerwehr und dem Beamten vom Einsatzführungsdienst.

Mirko Bursian - Feuerwehr Paderborn