Mobiler Rauchschutzvorhang verhindert Verrauchung im Treppenraum
Am Donnerstag, dem 03. Mai 2012 gegen 10:18 Uhr, befanden sich die Löschfahrzeuge der beiden hauptamtlichen Feuerwachen Nord und Süd nach einem Brandeinsatz auf dem Rückweg zu Ihren Wachen, als sie einen neuen Einsatzauftrag erhielten und zu einer gemeldeten Rauchentwicklung aus einem Mehrfamilienhaus in Wewer alarmiert wurden.
Die ersteintreffenden ehrenamtlichen Feuerwehreinsatzkräfte der Feuerwehr Paderborn aus Wewer erhielten den Auftrag eine Löschwasserversorgung vorzubereiten und bis zum Gebäudeeingang zu verlegen, während der Einsatzleiter das Gebäude von außen und den Treppenraum des viergeschossigen Mehrparteienhauses erkundete, sowie die Bewohner befragte, die sich an der Straße im Freien eingefunden hatten.
Eine Bewohnerin berichtete, dass sie gerade das Haus verlassen wollte, als sie eine zunehmende Verrauchung im Treppenraum wahrgenommen hatte, die auch bald zum Auslösen eines Rauchmelders im Treppenraum führte. Die Bewohnerin warnte die anderen Hausbewohner und rief den Vermieter an, der die Feuerwehr alarmierte und ebenfalls zur Einsatzstelle kam.
Da einige Schlösser ausgetauscht worden waren und der Vermieter nicht zu allen Wohnungen Zutritt hatte, wurden die Wohnungen über die Drehleiter und tragbare Leitern der Feuerwehr von außen kontrolliert ehe man Wohnungstüren gewaltsam öffnete.
Als ein Feuerwehrtrupp eine intensive Verrauchung einer Wohnung im ersten Obergeschoss meldete, wurde die Tür zur Wohnung mit Spezialwerkzeug der Feuerwehr geöffnet. Um das Eindringen von zusätzlichem Brandrauch in den Treppenraum zu verhindern wurde ein mobiler Rauchschutzvorhang in der Wohnungstür installiert und ein Überdruckbelüfter vor der Hauseingangstür in Stellung gebracht.
Ein Angriffstrupp der Feuerwehr ging unter Umluftunabhängigem Atemschutz in die Brandwohnung vor und gab kurz darauf Entwarnung: "Kein Feuer!"
Auf einer eingeschalteten Herdplatte waren Kunststoffteile geschmolzen und hatten zu der starken Verrauchung geführt. Glücklicher Weise hatte sich kein Brand entwickeln können, der sich schnell aufgrund der angrenzenden Brandlast über die gesamte Wohnung hätte ausbreiten können. In der Wohnung wurde lediglich eine Katze vorgefunden, die vor den Einsatzkräften in ein Zimmer floh und sich versteckte.
Der Herd wurde abgeschaltet und die Wohnung kontrolliert zimmerweise belüftet und durch Einbau eines neuen Schlosses, dessen Schlüssel der Polizei übergeben wurde, wieder verschlossen.
Das Fahrzeugaufkommen an dieser Einsatzstelle seitens der Feuerwehr belief sich zwischenzeitlich auf drei Löschfahrzeuge, zwei Drehleitern, einen Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, sowie einen Kommandowagen mit dem Beamten vom Einsatzführungsdienst.
Mirko Bursian - Feuerwehr Paderborn
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