Feuerwehr Paderborn mit Fahrzeugen
Feuerwehr Paderborn

Sonderfahrzeuge im Rettungsdienst der Feuerwehr Paderborn

Einsatzindikationen

Transporte von Patienten,

  • die während des Transportes intensivmedizinisch betreut und überwacht werden müssen.
  • bei denen aufgrund einer möglichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes während des Transportes intensivmedizinische Maßnahmen notwendig werden können.
  • mit einem erhöhten Medizingerätebedarf (mehr als zwei Perfusoren, Verwendung einer intraaortalen Ballonpumpe, Beatmung über ein eigenes Heimbeatmungsgerät etc.).
  • die nicht-invasiv beatmet werden.
  • die aufgrund ihres Körpergewichtes von bis zu 350 Kilogramm nicht mit Fahrzeugen des Regelrettungsdienstes durchgeführt werden können.
  • die aufgrund ihres Gesundheitszustandes im Klinikbett (z. B. Rotorest-Bett) transportiert werden müssen.
  • bei denen drei Betreuer notwendig sind (Rettungsassistent, Notarzt und zusätzlicher Facharzt).
  • die auf einen Spezialrollstuhl angewiesen sind.

Medizintechnische Ausstattung

  • Vollständiges Monitoring mit EKG, Kapnometrie, Pulsoxymetrie und Temperaturmessung
  • Invasive- und nichtinvasive Blutdruckmessung (auch für adipöse Patienten)
  • Volumen- und druckkontrollierte Beatmung (CPAP, IPPV, SIMV, BIPAP, ASB) mit Dräger Oxylog 3000 bzw. Oxylog 3000 plus
  • 4 Braun compact Perfusoren (bis zu 6 Perfusoren möglich)
  • Blutgasanalysegerät mit der Möglichkeit der Messung von PO2, PCO2, pH, TCO2, BE, HCO3, SO2 sowie der Elektrolyte Natrium, ionisiertes Kalzium, ionisiertes Kalium, den Glukosespiegel und den Hkt/Hb aus der Vollblutprobe
  • Druckluftversorgung
  • 230 Volt Stromversorgung während des Transportes
  • Medikamentöse Ausstattung für intensivpflichtige Patienten, die über die Ausstattung eines Regel-RTW hinaus geht (z. B. Fentanyl, Propofol etc.)
  • Elektro-hydraulische Fahrtrage mit einer maximalen Belastbarkeit von 350 kg
  • Schwerlastkorbtrage mit einer maximalen Belastbarkeit von 1100 kg
  • Spineboard und Tragetuch mit einer maximalen Belastbarkeit von je 300 kg
  • Patientenfixierung für Bettentransporte Rollstuhltransporte

Die Fahrzeuge werden im Regelfall mit zwei Rettungsassistenten der Feuerwehr Paderborn besetzt, welche in zusätzlichen Kursen an der eigenen Rettungsdienstschule für den Intensivtransport fortgebildet werden.

Für die Versorgung und den Transport von Notfallpatienten (auch dringliche Sekundärtransporte) wird je nach Dringlichkeit der reguläre Notarzt eingesetzt.

Bei disponiblen Einsätzen, die keine sofortige Intervention erfordern, werden zunächst die dienstfreien Notärzte der Stadt Paderborn informiert, um die Ressourcen des Regelrettungsdienstes zu schonen.