Jugendamt
Jugendamt

FAMOS - Familien optimal stärken

Familie optimal stärken

"Die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen soll gefördert und auffälliges und aggressives Verhalten in Familien, Kindertagesstätten und Schule vermindert werden. Eltern sollen das erforderliche Wissen vermittelt bekommen, um die Chancen und Risiken in der Persönlichkeitsentwicklung ihres Kindes erkennen und mit diesen angemessen umgehen zu können. Dazu ist die Paderborner Initiative vorbildlich."

Schirmherrin und NRW Justizministerin a.D. Roswitha Müller Piepenkötter


 

Paderborns Bürgermeister Heinz Paus Paderborns Bürgermeister Heinz Paus
"Paderborn bietet sich als Modellregion hervorragend an, da die frühkindliche Förderung mit Projekten, wie 'Kind & Ko', 'KOSIAN' und dem Familien-Service-Center im Rathaus, seit langem ein Schwerpunkt bei uns ist."

Schirmherr und Paderborns Bürgermeister Heinz Paus

Mit dem am 1. Dezember 2009 gestarteten "FAMOS-Projekt" (Familien optimal stärken) ist Paderborn zur landesweiten Modellregion für Erziehung geworden. Bei FAMOS handelt es sich um ein bundesweit bisher einzigartiges Praxisprojekt zur Überprüfung von Präventionsprogrammen, die der Stärkung der elterlichen Erziehungs- und Beziehungskompetenz und der Förderung der seelischen Gesundheit von Kindern dienen. Gemeinsam mit starken Partnern aus den Bereichen Medizin, Bildung, Justiz, Soziales, Psychotherapie und Wissenschaft setzt die Stadt Paderborn damit eine ganze Reihe von Projekten, die die frühkindliche Erziehung fördern, fort und zeichnet sich seit Jahren durch Familienfreundlichkeit aus.

Ziele
Die Förderung von seelischer Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie die Verringerung von Gewalt in Familien und von Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen soll im Modellprojekt durch die Allianz verschiedener am Erziehungsprozess beteiligter Institutionen erreicht werden. Dabei soll durch die Stärkung der (elterlichen) Erziehungskompetenz, sowie durch eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Eltern und deren Anlaufstellen, wie Kinderärzte, Hebammen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Kindertagesstätten, Schulen usw. eine Basis geschaffen werden, die eine gesunde Entwicklung und Förderung unserer Kinder ermöglicht. Hier steht ein individuelles und maßvolles Vorgehen im Vordergrund, nämlich genau so viel Unterstützung wie nötig zu geben. Durch niedrigschwellige und kurzfristige Angebote soll es möglich werden, alle Eltern, auch die sozial schlechter gestellten Gruppen, anzusprechen und so die bisherige Versorgung zu optimieren.

Idee
In Deutschland gibt es mindestens drei Präventionsprogramme, die sich in empirisch-wissenschaftlichen Untersuchungen bereits bewährt haben. Dies sind:

  • EFFEKT - EntwicklungsFörderung in Familien: Eltern- und Kindertraining
  • PEP - Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten
  • Triple P - Positives Erziehungsprogramm

Diese Programme sollen in der Modellstadt Paderborn unter Beteiligung des Jugendamtes, der freien Träger sowie weiterer sozialer, pädagogischer, medizinischer und psychotherapeutischer Institutionen stadtweit eingeführt werden. Die Fortbildungen für die Fachleute ebenso wie die Kurs- und Beratungsangebote für Eltern und Kinder werden kostenlos angeboten.

Neben der Förderung von Kindern und ihren Familien in Paderborn sollen auch generelle Aussagen zur Wirksamkeit der untersuchten Präventionsprogramme gemacht werden können. Aus diesem Grund wird der Erfolg des Projekts von der Universität Bielefeld wissenschaftlich untersucht. Der Nachweis von positiven Effekten wird nicht nur im subjektiven Erleben von Eltern oder Erziehungspersonen versucht, sondern vor allem auch in objektiven Maßen (z.B. Kriminalitätsraten, Herausnahme von Kindern aus der Familie, Heimunterbringung, Unfälle und Verletzungen, Schulabbrüche). Auf Basis dieser Ergebnisse sollen Entscheidungen der Politik zur Einführung und Förderung derartiger Programme unterstützt und auf eine empirisch-wissenschaftliche Grundlage gestellt werden können.

Projektpartner

Freundlich unterstützt von