Schulsozialarbeit
Aufgabenbereich
Die Schulsozialarbeiterin ist in dem Modellprojekt KINDERBILDUNGSHAUS für alle Kinder im Übergang Ansprechpartnerin, d.h. für die zukünftigen Schulkinder in den Kindertageseinrichtungen und den Erstklässlern in der Grundschule.
Ihre Arbeit ist praxisnah und soll Kinder für den Übergang stark machen. Dazu bietet die Schulsozialarbeiterin unterschiedliche Projekte an, führt auch Einzelgespräche mit Eltern und Erzieherinnen bzw. LehrerInnen und hat beide Institutionen im Blick. Ihr Büro ist der Grundschule angegliedert und somit ist die mit ihrer Arbeit "mitten im Alltagsgeschehen" integriert.
Folgende Angebote gehören zu ihren Aufgaben:
- Sozialpädagogische Gruppenarbeit und Projekte, die insbesondere das "WIR"-Gefühl steigern
- Beratung und Einzelhilfe
- Teilnahme an den Teambesprechungen
- Vernetzung untereinander
- Gespräche mit Eltern, leichte Erreichbarkeit vor Ort
- Kontinuierliche Kleingruppen- oder bei Bedarf auch Einzelarbeit
- Vorbereitung auf Bildungssystem Kita und Schule
- Hilfe und Unterstützung der Familien
Die bisher erfolgreich durchgeführten Projekte werden jetzt vorgestellt.
"Soziales Lernen" als Grundlage
Das Soziale Lernen bildet die Grundlage für die gemeinsam durchgeführten Schulstunden von den zukünftigen Schulanfängern aus den beiden Kindertageseinrichtungen sowie den Erstklässlern der Grundschule. Die Kinder lernen sich untereinander und die Schule kennen. Es wird in den ersten gemischten Schulstunden ein einheitliches Regelverständnis vermittelt, die für das KINDERBILDUNGSHAUS verbindlich sind.
In der Grundschule findet das Soziale Lernen in jeder ersten Klasse statt mit dem Ziel, die Klassengemeinschaft zu bilden und zu stärken. Insgesamt geht es bei diesem Projekt darum, die sozialen Kompetenzen von allen Kindern im Übergang spielerisch in Kleingruppen zu fördern.
Die Mischung von zukünftigen Schulanfängern aus der Kita mit den Erstklässlern ist ab dem 2. Halbjahr 2011/2012 geplant.
Projekt „Rangeln, Regeln, Rücksicht nehmen“
Das Projekt Rangeln, Regeln, Rücksicht nehmen, ein Angebot zur Gewaltprävention, wird derzeit in beiden Kitas durchgeführt. Es geht in erster Linie um folgende Inhalte:
- die Sozialkompetenz von Kindern zu entwickeln,
- das Miteinander zu stärken,
- die Bewegungsbedürfnisse von Kindern zu kanalisieren und zu lenken sowie
- das bewusste Einhalten von Regeln und Grenzen zu trainieren.
Ziel ist es, dass dieses Projekt auch in die Grundschule transportiert wird, damit die Schulkinder einen Wiedererkennungswert haben und erlernte Regeln und Grenzen wiederfinden.
In Anlehnung an das Buch "Rangeln, Regeln, Rücksicht nehmen" von Annegret Frank (2010).
Triple P - Gruppentraining für Eltern
Die Elternrolle ist eine sehr fordernde und verantwortungsvolle Rolle, auf die man kaum vorbereitet wird und ist. Im Alltag aller Familien gibt es immer auch mal schwierige Situationen. Oft sind dann nur wenige Veränderungen im Familienalltag erforderlich, damit die Beziehung zum Kind gestärkt und ein unangemessenes Verhalten positiv umgangen wird.
Im Rahmen des KINDERBILDUNGSHAUSES wird für die Eltern im Übergang von der Kita in die Grundschule ein Triple P- Gruppentraining von der Schulsozialarbeiterin angeboten. Hierbei werden hilfreiche, praktische und bewährte Erziehungsfertigkeiten von der Trainerin vermittelt.
