Libori
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Das war Libori 2012

Das ist Rekord! Mit 1,8 Millionen Besuchern kamen so viele wie noch nie zum Paderborner Libori-Fest.

Nach neun Tagen ging das Volksfest am Sonntagabend mit einem spektakulären Musikfeuerwerk zu Ende. Zum Abschluss hatte ein verkaufsoffener Sonntag noch einmal zusätzlich Menschen in die Stadt gebracht. Trotz der vielen Besucher war die Mischung aus Kirche, Kirmes und Kultur auch in diesem Jahr wieder ein sehr friedliches Fest. 'In 13 Jahren habe ich ein solch stimmungsvolles und schönes Libori-Fest noch nicht erlebt', zeigte sich Bürgermeister Heinz Paus begeistert.

Der Dom und die Kapellen im Umfeld wurden an allen neun Tagen von sehr vielen Gläubigen besucht. Der Wallfahrtscharakter setze sich mehr und mehr durch, Libori habe sich als Fest der Begegnung etabliert, stellte Egidius Engel, Sprecher des Paderborner Erzbischofs, in der Bilanz-Pressekonferenz fest. Die Schausteller auf der Kirmes verzeichneten im Durchschnitt ein Umsatzplus von fünf bis acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Von einem 'wahren Quantensprung' sprach in diesem Zusammenhang Hans-Otto Bröckling, Vorsitzender der Paderborner Schausteller. Als 'sehr erfolgreich' beurteilten die Marktbeschicker auf dem Pottmarkt ihre Geschäfte. Insbesondere junge Leute hätten Interesse am Marktgeschehen gezeigt und sich beraten lassen, was in Zeiten von Online-Handel nicht ohne weiteres zu erwarten gewesen wäre, gab Willi Koch als Sprecher der Marktkaufleute seine Eindrücke wieder.

Sehr zufrieden war auch die Paderborner Werbegemeinschaft mit dem verkaufsoffenen Sonntag zum Abschluss der Festwoche. Eine halbe Millionen Menschen nutzten das Libori-Ticket, acht Prozent mehr Besucher fuhren mit den Nachtbussen. Der an den beiden Libori-Wochenenden erstmals angebotenen Park-und-Ride-Verkehr sei hervorragend angenommen worden, erklärte Pader-Sprinter-Chef Peter Bronnenberg.

Das Attribut 'sicher' galt auch dieses Jahr wieder für das Libori-Fest. 118 Einsätze der Polizei insgesamt, davon sechs Körperverletzungen, sechs Randale und sechs (Vorjahr 13) vermisste Kinder, die glücklicherweise alle wieder auftauchten, sowie 17 Taschendiebstähle sind angesichts der 1,8 Millionen Besucher äußerst wenig. Polizei und Ordnungsamt erlebten die neun Libori-Tage ruhig und friedlich, das Sicherheitskonzept sei aufgegangen.

Mit zwölf Tonnen pro Tag, das ist ein Müllwagen voll, hält sich die Abfallmenge für ein solch großes Fest im Rahmen. Dank der guten Arbeit der ASP-Einsatzkräfte waren diese Hinterlassenschaften sehr schnell wieder beseitigt. Auch wenn Dr. Dietmar Regener, stellvertretender ASP-Betriebsleiter, feststellte: 'Wenn wir um 5 Uhr anfangen wollten zu fegen, dann feierten einige immer noch.'

Die Internetseite 'www.libori.de' verzeichnete 60.000 Besucher, das Interesse an Stadtführungen im Rahmen der Libori-Woche war mit etwa 500 Teilnehmern sehr groß.

Bürgermeister Heinz Paus dankte allen, die mitgeholfen haben, dass Libori ein so großer Erfolg werden konnte. Im Einzelnen galt sein Dank den Repräsentanten der Kirche für das gute Miteinander, den Marktkaufleuten und Schaustellern, den Künstlern und Gruppen, dem Ordnungsamt, dem Büro für Ordnung, Schutz und Sicherheit (B.O.S.S.), der Feuerwehr, dem Straßen- und Brückenbauamt, dem Jugendamt, dem Amt für Umweltschutz und Grünflächen, dem ASP, dem STEB, dem Kulturamt und dem Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing der Stadt, den Rettungsdiensten, den Sicherheitsdiensten, der Polizei, den Sponsoren sowie den Anliegern für deren Verständnis und Entgegenkommen. Der Bürgermeister zog in diesen Dank ausdrücklich auch die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Festes ein. 'Ohne sie würde kein Libori-Tusch geblasen und kein Schrein getragen', so Paus.
Mit einem spektakulären Musikfeuerwerk ging am Sonntagabend in Paderborn das Libori-Fest zu Ende. Mit 1,8 Millionen Besucher verzeichnete das Volksfest mit einer Mischung aus Kirche, Kirmes und Kultur einen neuen Besucherrekord.