Historisches Museum im Marstall
Historisches Museum im Marstall

Die antiken Stätten von morgen

Ruinen des Industriezeitalters
Ruinen des Industriezeitalters

19.11.2005 - 22.01.2006

Der in Zwickau geborene und in Berlin lebende Manfred Hamm hat auf ausgedehnten Reisen durch Europa und die USA die Ruinen des Industriezeitalters dokumentiert. Er fotografierte stillgelegte Förder- und Produktionsstätten, außer Betrieb gesetzte Kraftwerke, leere Maschinenhallen und zerfallene Fabrikgebäude aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert, aber auch Gefechtsstände aus dem 2. Weltkrieg am Atlantik oder die verlassenen Schauplätze der amerikanischen Raumfahrtprogramme.
Die so entstandene Serie von 110 Schwarz-Weißfotografien belegt eindrucksvoll, dass bereits am Ausgang des Industriezeitalters diese Tempel in Trümmern lagen oder ihrer Bestimmung verlustig gegangen waren. In seinen Bildern, die erst jetzt erstmals veröffentlicht wurden, zeigt Manfred Hamm diese Monumente als die antiken Stätten von morgen.
Manfred Hamm gilt als Altmeister der Berlin-Fotografie. Mit seinen zahlreichen nationalen wie internationalen Ausstellungen und Buchveröffentlichungen hat er sich insbesondere als Architektur- und Industriefotograf einen Namen gemacht. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Museen und Sammlungen vertreten.
Der aktuelle Bildband zur Ausstellung Die antiken Stätten von morgen. Ruinen des Industriezeitalters mit einem Text des Politikwissenschaftlers, Historikers und Soziologen, Prof. Dr. Rolf Peter Sieferle, erscheint im Berliner Nicolai Verlag und ist zum Preis von 34,90 € im Museum erhältlich.
Die Ausstellungseröffnung ist am 19.11.05, um 19.00 Uhr im Historischen Museum im Marstall. Die Begrüßung erfolgt durch den Bürgermeister der Stadt Paderborn und Dr. Norbert Börste, Historisches Museum im Marstall, gibt eine Einführung in die Ausstellung.
Die Ausstellung wurde gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und des Kultursekretariats NRW Gütersloh.