Naturkundemuseum
Naturkundemuseum

Meisen-TV 2010

Nistkastenkamera überträgt ins Naturkundemuseum
Nistkasten am Marstall
Meisen-Nistkasten am Marstall


Einen Blick in die Kinderstube von Meisen konnten Besucher des Naturkundemuseums auch im Jahr 2010 wieder werfen.

Eine kleine Kamera lieferte Bilder aus einem am Marstall angebrachten Nistkasten. Das Geschehen wurde ins »Publikumslabor« im Obergeschoss des Museums life übertragen.

Diesmal hatten Blaumeisen den Nistkasten bezogen. Am 30. April 2010 befanden sich bereits 9 Eier im Nest.

Bildschirm: Blick in den Nistkasten
Der Bildschirm im Publikumslabor zeigt die brütende Blaumeise im Beobachtungskasten (Anfang Mai 2010)

Am 4.5.2010 wurden 13 Eier im Nest gesehen. Das Meisen-Weibchen brütete. Es verlies den Kasten jeweils nur für kurze Zeit. Gelegentlich wurde das Weibchen vom Männchen gefüttert.

Am 14.5.2010 schlüpften 2 Jungmeisen. Spätestens am 17.5.2010 waren alle Jungmeisen geschlüpft (keine Eier mehr zu sehen). Das Zählen der Jungmeisen war schwierig. Anfangs konnten mindestens 9 Jungtiere gezählt werden.
Beide Eltern fütterten. Zeitweise wurden die Jungen gewärmt. Die Kotpäckchen der Jungtiere wurden in den ersten Stunden offensichtlich von den Eltern gefressen. Im weiteren wurden die Kotpäckchen der Jungen von den Eltern aus dem Nest entfernt.

Bildschirm: Blick in den Nistkasten
19.05.2010: Meise füttert
28.05.2010: Alle Jungtiere waren bis zu diesem Zeitpunkt stark gewachsen. Die Augen waren offen. Das Gefieder war schon sehr weit entwickelt. Die Größe der Jungmeisen war recht unterschiedlich. Sie wurden häufig gefüttert. Sie putzten immer wieder ihr Gefieder und schlugen manchmal schon sehr stark mit den kleinen Flügeln. Sie konnten inzwischen besser gezählt werden: Es waren mindestens 12 Jungtiere.
Bildschirm: Blick in den Nistkasten
28.05.2010: Alttier füttert
Bildschirm: Blick in den Nistkasten
31.05.2010: Alttier füttert

01.06.2010, 10 Uhr: 3 Jungmeisen schienen ausgeflogen zu sein. Es konnten noch 9 Jungtiere gezählt werden. Zwischendurch konnte man 1 Ei auf dem Nestgrund sehen (offensichtlich das einzige Ei des Geleges aus dem kein Jungtier geschlüpft ist). Die Eltern fütterten häufig. Die Jungen putzten zwischendurch ihr Gefieder und schlugen zeitweise mit den Flügeln. Gelegentlich klammerte sich auch schon mal ein Junges, nachdem es etwas hoch geflattert war, an der oberen seitlichen Kastenwand fest.

Bildschirm: Blick in den Nistkasten
01.06.2010: eine Jungmeise klammert sich an der Seitenwand fest

Im Laufe des 02.06.2010 flogen nach und nach alle Jungmeisen aus.