Tatort Paderborn
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Zeichnung

*1965 in Arnsberg, lebt in Berlin

Matthias Beckmann, Werkgruppe Romanische Kirchen
Matthias Beckmann, Werkgruppe Romanische Kirchen

Arbeitsweise

Matthias Beckmann konzentriert sich in seinen Arbeiten ganz auf die sachlich-zeichnerische Untersuchung des Bildmotivs. Auf den ersten Blick scheint es, als klammere er alle Spontaneität und Emotion in der Darstellung aus, arbeite ohne persönlichen Duktus und befreie seine Darstellungen von jeglicher Individualität. Tatsächlich aber sind seine Arbeiten Formulierungen einer subjektiven Wahrnehmung und eines individuellen Blicks auf Menschen, Räume und Gegenstände. Matthias Beckmann zählt zu den wenigen gegenständlichen Zeichnern der Gegenwart, die sich im Medium der klassischen Handzeichnung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts ebenso zu Hause fühlen wie in der Fotografie und im Film. Sein Verzicht auf einen persönlichen Duktus suggeriert eine Distanz und Objektivität der Darstellung wie sie beispielsweise in den Arbeiten von Künstlerfotografen wie Bernd und Hilla Becher in ihren typologischen Reihen zu finden sind. Durch den Wechsel der Perspektive und der Fokussierung zwischen Totale und Detail ergeben sich immer wieder neue Konstellationen. Matthias Beckmann hat eine besondere Arbeitsweise: Über einen längeren Zeitraum besucht er als Chronist die Orte, die ihn beschäftigen, notiert hier auch das skurrile Aufeinandertreffen von Aura und Alltag. Dabei gibt es für ihn keine Hierarchie der Dinge. Er nimmt alles gleich ernst, das Bedeutungsvolle wie das scheinbar Nebensächliche. Über diese Darstellung seiner persönlichen Betrachterhaltung hinaus, sind seine Zeichnungen einfühlsame Kommentare zum Umgang mit Kunst in Museen, Ausstellungshäusern oder auch im öffentlichen Raum.

Biografie/ Preise/ Ausstellungen

1984-90
Studium an der Kunstakademie Düsseldorf

1990
Meisterschüler bei Prof. Franz Eggenschwiler

1990-92
Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Rudolf Schoofs

2001/2002
Vertretungsprofessur an der Fachhochschule Darmstadt

1996
Stipendium Künstlerdorf Schöppingen

1998
Stipendium des Kunstfonds Bonn

1999
Casa Baldi Stipendium, Barkenhoff-Stipendium

2001
Auslandsstipendium des Landes NRW für Paris

2002
Junge Kunst, Wolfsburg (K)
Kunstverein Wilhelmshöhe, Ettlingen
Museum Burg Wissem, Troisdorf

2003
Galerie Böer, Hannover
Kunstverein Schwerte

2005
Abguss-Sammlung Antiker Plastik, Berlin (K)2004
Galerie Streitenfeld, Oberursel
Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst, München (K)
Graphikmuseum Pablo Picasso, Münster

2006
Ehrenfleder: Romanische Kirchen und Museum Ludwig«,
Emmanuel Walderdorff Galerie, Köln