Tatort Paderborn
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Installationen, Objekte

*1950 in Nauheim, lebt in Frankfurt/Main

Ottmar Hörl: Das große Hasenstück, 2003, Nürnberg
Ottmar Hörl: Das große Hasenstück, 2003, Nürnberg

Arbeitsweise

Humor, Ironie und Hintersinn kennzeichnen die Arbeit des Bildhauers und Konzeptkünstlers Ottmar Hörl. Oft stehen die Vervielfältigung, das Serielle und die unüberblickbare Zahl im Zentrum seiner Projekte. Dabei spürt Ottmar Hörl die geheimen Ordnungsprinzipien der Gesellschaft auf, um mit ihnen im nächsten Augenblick zu brechen. Der in Frankfurt lebende Künstler will mit seiner Kunst Kommunikation ermöglichen und insbesondere das kunstfremde Publikum einbeziehen. Sein Konzept der sozialen Plastik umfasst immer wieder auch die Themen Werden, Sein und Vergehen. Mit dem »Großen Hasenstück«, einer 7.000 grünen »Dürer-Hasen« zählenden »Grünfläche« markierte er einen kulturellen »Allgemeinplatz«. Als offenes Gedankengebilde wirkt seine Kunst in den öffentlichen Raum hinein und verwandelt ihn in einen öffentlichen Kunstraum. Die künstlerischen Ausdrucksformen von Ottmar Hörl sind vielfältig und lassen sich nicht auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen. Neben plastischen Arbeiten zeichnet er, arbeitet mit Fotokonzepten und Kunstaktionen, die sich aus der Ästhetik der Alltagskultur ableiten. Das Material, das er verwendet, stammt gelegentlich aus industriellen Produktionsprozessen. »Ich habe mich von dem Gedanken verabschiedet, Werke für die Ewigkeit zu schaffen. Mich interessiert der Gedanke des Auftauchens und Verschwindens.«, beschreibt Ottmar Hörl selbst seine Position.

Biografie/ Preise/ Ausstellungen

1975-79
Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt/Main

1979-81
Hochschule für Bildende Künste, Düsseldorf, bei Prof. Klaus Rinke

1978-81
Stipendium der Deutschen Studienstiftung

1992-93
Gastprofessur an der TU Graz (mit Formalhaut)

1994
Förderpreis für Baukunst, Akademie der Künste Berlin (mit Formalhaut)

1997
art multiple-Preis, Internationaler Kunstmarkt in Düsseldorf

1998
Wilhelm-Loth-Preis, Darmstadt
Seit 1999 Professur für Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg

2002
Intermedien Award ZKM Karlsruhe

2005
Präsident der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg