Tatort Paderborn
Übersicht

Raum- und ortsbezogene Projekte

*1953 in Mikasa (Hokkaido, Japan), lebt in Tokio

Tadashi Kawamata, Toronto, 1998
Tadashi Kawamata, Toronto, 1998

Arbeitsweise

Tadashi Kawamata initiiert weltweit Installationen, die in Beziehung zur jeweiligen Umgebung stehen und oft in ihrer architektonischen Struktur einen gewissen Gebrauchswert aufweisen. Seine künstlerischen Initiativen gewinnen auf diese Weise Projektcharakter und eine soziale Dimension. In Münster erbaute Kawamata 1997 gemeinsam mit Suchtkranken ein Boot, das während der internationalen Skulpturenausstellung den städtischen Aasee befuhr. Als Kawamata im Jahr 2003 sein Fotoarchiv für eine Ausstellung in Schloss Moyland zur Verfügung stellte, veränderte er zuvor den Zugang zu »seinen« Ausstellungsräumen. Er entwarf er eine Brücke, die die eintretenden Besucher über die Räume der Beuyssammlung zu seinem Fotoarchiv führte. Damit inszenierte er höchst wirkungsvoll die eigene Retrospektive und bekannte sich gleichzeitig zu dem erweiterten Kunstbegriff der »sozialen Plastik«. Die Konstruktionen von Tadashi Kawamata tragen grundsätzlich ein dialogisches Prinzip in sich, denn der Aufbau ist ein kommunikatives Unterfangen. Kawamata greift zur Errichtung seiner raumgreifenden Projekte auf eine Vielzahl von Mitarbeitern wie Handwerkern und Technikern zurück und bezieht die Bewohner der Standorte in den Arbeitsprozess mit ein. Basierend auf vergänglichen Materialien sind die Arbeiten stets temporär und fragil und thematisieren damit den Prozess des Werdens und Vergehens.

Biografie/ Preise/ Ausstellungen

1979-84
Studium an der Tokyo Geijutsu Daigaku (Tokyo National University of Fine Arts and Music)

1982
La Biennale di Venezia

1987
documenta 8

1992
documenta 9

1997
Skulptur Projekte Münster

Seit 1999
Professor für "Inter Media Art Course", an der Tokyo Geijutsu Daigaku

2000
Echigo Tsunami Art Triennial

2002
4th Shanghai Biennale

2003
Biennal de Valencia