Tatort Paderborn
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Lichtinstallationen

*1953 in Kaiserslautern, lebt in Hannover

Yvonne Goulbier: Pic Nic, Zentrum für Lichtkunst, Unna, 2002
Yvonne Goulbier: Pic Nic, Zentrum für Lichtkunst, Unna, 2002

Arbeitsweise

Yvonne Goulbier ist keine Künstlerin des Lichts, sondern der Dunkelheit. In tageslichtgeschützten Räumen löscht sie alles Sichtbare und löst es in vollständiger Dunkelheit auf. Ultraviolettes Schwarzlicht und fluoreszierende Leuchtfarben sind das »Arbeitsmaterial« von Yvonne Goulbier. In der raumlosen Schwärze realisiert sie neue Lichtkontexte, die unsichtbar bleiben, bis das Licht auf fluoreszierende Objekte trifft. Durch die immaterielle Qualität von Licht erschafft sie Orte neu und gibt dem Betrachter die Möglichkeit, den realen Raum sinnlich zu erfahren. Ihre Installationen sind auf den Ort bezogen, der durch das Medium Licht ins Imaginäre, Auratische entrückt wird. Zwischen beängstigender Dunkelheit und märchenhafter Schönheit bieten ihre Arbeiten Raum für eine außerordentlich dichte Erlebnisintensität. Durch Lichtblicke und phosphoreszierende Drahtgeflechte schreibt sie dem Raum Erzählungen ein, die der Welt des Unbekannten, Märchenhaften und Mystischen anzugehören scheinen. Yvonne Goulbier über ihre Arbeit: »Ich spiele mit dem magischen Spektrum des Lichts - hole meine Anregungen aus der Natur und setze diese poetisch um. Meine Lichtträume hüllen die Menschen ein in die Zeitlosigkeit eines Augenblicks, die sie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vergessen lässt, weil sie allein in der Schönheit dieses Augenblicks leben.«

Biografie/ Preise/ Ausstellungen

1984
»Cantus Firmus«, Bodeninstallation für das Refektorium des Klosters Lamspringe

1985
Stipendium der Barkenhoff-Stiftung

1986
Arbeitsstipendium des Kunstfonds, Bonn

1988
Preis der Heitland Foundation Celle
Drabert-Kunstpreis

1988/89
Stipendium Villa Massimo/Rom

1997
»la luce dei fiori« Müller + Goulbier, Fermenti Lattici Art Gallery, Rom

1999
»out of time«, St. Petri, Lübeck
«time after timeâ?, Kapelle im Eichenpark

2000
"poesia" Projektion auf die Kuppel des Anzeiger-Hochhauses, Hannover
"luna park", Ankerpunkt Linden Brauerei - Zentrum für internationale Lichtkunst, Unna
Lichtparcours Braunschweig

2001
Stipendium im Kommandantenhaus Dilisberg

2002
»the game«, Dominikanerkirche Osnabrück
»Die verbotene Stadt«, Kokerei Hansa, Dortmund

2003
»Lichtrouten«, Lüdenscheid
»Traumgrenze«, Installation in der Taufkapelle der Stiftskirche, Obernki

2004
»Pierrots Paradise«, Mönchehaus Museum, Goslar