Paderquellgebiet Weltkulturerbe?
"Urban Waterscape Paderborn" (urbane Wasserlandschaft Paderborn) so lautet der offizielle Titel der Bewerbung. Dahinter steckt die Idee der Stadt Paderborn, das Paderquellgebiet durch die UNESCO als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen. Der erste Schritt in diese Richtung ist mit der von Bürgermeister Heinz Paus unterzeichneten Kurz-Bewerbung geschehen.
"Vergleichbares ist in den bisher klassifizierten Welterbe-Stätten nicht vertreten - zumindest nicht in Europa", sieht Heinz Paus realistische Chancen für dieses Vorhaben. Gemeinsam mit der Technischen Beigeordneten Claudia Warnecke und nach Abstimmung mit den Spitzen der im Paderborner Rat vertretenen Fraktionen hatte der Bürgermeister den Anstoß zur Bewerbung gegeben. Mit Unterstützung von Prof. Gerhard Auer, Braunschweig (Kurator: "7 Türme - 7 Lichter" + Beleuchtungskonzeption für das westliche Paderquellgebiet), Thomas Günther von der Unteren Denkmalbehörde beim Stadtplanungsamt, Dr. Bettina Heine Hippler vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Dr. Sven Spiong, Stadtarchäologe und Prof. Dr. Eva-Maria Seng, Uni Paderborn (Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe UNESCO) wurde die Bewerbung erarbeitet. Sie liegt seit dem 01.11.11 beim Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW in Düsseldorf vor.
Schon die erste Vorauswahl auf Landesebene wird schwierig; mit der Kaiserswerther Altstadt, dem Benrather Schloß in Düsseldorf, dem Ruhrgebiet mit gleich mehreren Industriedenkmälern, Münster mit seinem Prinzipalmarkt, Krefeld mit den Bauten des Architekten Mies van der Rohe, dem Bergischen Land mit Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke aus Stahl, die Müngstener Brücke, dem Astropeiler in Bad Münstereifel und dem Fundort Neanderthal gibt es schon innerhalb NRWs hochkarätige Konkurrenz.
Der Paderborner Bewerbung werden dennoch gute Chancen eingeräumt, da der Fokus des Auswahlgremiums weniger auf Baudenkmale sondern mehr auf Naturphänomene gerichtet wird. Seitens des Ministeriums wurde darauf hingewiesen, dass Anträge aus "überrepräsentierten" Kategorien (z.B. "reine" Baudenkmäler) geringere Aussichten auf Erfolg im Falle einer Bewerbung haben werden. Hingegen sollen einzigartige Kulturgüter, die dem Lücken-Report von ICOMOS zu entnehmen sind, besondere Aufmerksamkeit erfahren (bspw. Kultur- u. Naturdenkmal).
Mehr Infos zum Thema finden Sie hier:
- Antrag Bewerbung (PDF-Datei, 387,63 KB)
- Lageplan Urban Waterscape (PDF-Datei, 0,79 MB)
- Energetische Nutzung des Paderwassers (PDF-Datei, 30,61 KB)
- Lageplan Kühlwassernetz (PDF-Datei, 198,36 KB)
- Teilnehmer am offenen Interessenbekundungsverfahren (PDF-Datei, 115,44 KB)
- Urban Waterscape Paderborn Bewerbungsverfahren (PDF-Datei, 184,57 KB)
- Stadtgeschichte und historische Baudenkmäler im 9. + 10. Jahrhundert (PDF-Datei, 9,64 MB)
- Stadtgeschichte und historische Baudenkmäler im 11. + 12. Jahrhundert (PDF-Datei, 2,29 MB)
Presseberichte:
- Neue Westfälische (04.11.11)
- Westfälisches Volksblatt (04.11.11)
- Neue Westfälische (29.12.11)
- Westfälisches Volksblatt (03.01.12)
- Paderborner Zeitung (08.01.12)
