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Wirtschaft & Standort

57. Paderborner Firmenforum im Autohaus Rosier

Paderborn in Bewegung

Edle Limousinen, glänzendes Chrom und überall präsent das Markenzeichen eines der traditionsreichsten Autohersteller der Welt - der Stern: Vor einer eindrucksvollen Kulisse, vom PS-starken SL 65 AMG-Sondermodell bis zur neuesten S 400 Hybrid-Limousine mit Benzin-/Elektrokombinationsantrieb, präsentierte das Autohaus Rosier anlässlich des 57. Paderborner Firmenforums die gesamte Bandbreite von Mercedes-Benz-Automobilen. Fast 150 Teilnehmer waren der Einladung des Firmenforums gefolgt, einer Initiative, die für eine stärkere Vernetzung der Paderborner Unternehmen sorgt, indem sich bei unterschiedlichen Gastgebern die ortsansässigen Unternehmen in Präsentationen vorstellen.

Bei einem Rundgang durch die erst kürzlich modernisierten Werkstatt- und Betriebsräume konnten sich die Gäste einen Eindruck vom hohen Rosier-Service mit 24-Stunden Notdienst und Zweischicht-System verschaffen. Anschließend gab Rosier-Centerleiter Michael Oberwestberg einen Überblick über die Automobil-Handelsgruppe Rosier: 1927 im sauerländischen Menden gegründet, ist das Mehrmarkenunternehmen heute an 18 Standorten im Sauerland, in Stendal, im Oldenburger Land, auf Sylt und darunter mit fünf Betrieben im Paderborner Land vertreten.

Vor drei Jahren entschied sich das Familienunternehmen bewusst für den Standort Paderborn und übernahm den hiesigen Mercedes-Benz Vertrieb und Service: "Alle relevanten Indices für den Wirtschaftsraum Paderborn von der Bevölkerungsentwicklung, der Kaufkraft sowie der weiteren Wirtschaftskennziffern sprachen und sprechen eindeutig für ein Engagement in dieser Stadt", so Michael Oberwestberg.

Um "Menschen in Bewegung" ging es beim Vortrag von Lars Fuhrmeister, der das Unternehmen Hartmann International vorstellte. Hartmann hat sich sowohl mit Umzügen als auch mit internationalen Transporten einen Namen gemacht. Hartmann erwirtschaftete mit 270 Mitarbeitern im vergangenen Jahr 30 Mio € Umsatz. "Unsere Stärke ist die persönliche Betreuung unserer Kunden" so Herr Fuhrmeister und erläuterte dies am Beispiel des Transportes von Gefahrgütern. "Wir verpacken die Produkte vor Ort, erstellen alle erforderlichen Papiere, optimieren die Verpackungsart und -größe sowie die Art des Transports und sorgen so dafür, dass der internationale Transport zuverlässig und kostenoptimal durchgeführt wird."

Die gesunde Bewegung stand im Mittelpunkt des Vortrags von Anke Zillmann, Geschäftsführerin des Paderborner Präventionszentrums. Sie überzeugte die Unternehmer mit Kostenargumenten: "jeder Mitarbeiter, der auf Grund von Rückenschmerzen ausfällt, steht dem Unternehmen für durchschnittlich 15 Tage nicht zur Verfügung. Die Arbeit bleibt liegen, Kunden müssen warten, die Kollegen müssen einen Teil der Arbeit mit machen." Der Staat fördere Präventionsmaßnahmen mit 500 € steuerlicher Anrechenbarkeit, so dass ein maßgeschneidertes Gesundheitsprogramm für den Unternehmer durchaus finanzierbar sei. Außerdem zeige es dem Mitarbeiter auch die Wertschätzung des Unternehmens. Anschließend lud Zillmann die anwesenden Unternehmer zum 2. Paderborner Symposium für betriebliche Gesundheitsförderung im nächsten Jahr ein.

Wilhelm Stute, Vorstand der Janz Informationssysteme AG, sprach vielen Anwesenden aus dem Herzen, als er erklärte, dass es die Aufgabe von Informationstechnologie sei, Geschäftsprozesse zu unterstützen und die Wertschöpfung in Unternehmen zu erhöhen. IT sei kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug zur Erfüllung der Unternehmensziele. Dies wurde besonders deutlich bei der Vorstellung des Geschäftsbereichs "Managed Services". Über das eigene Rechenzentrum in Jena bietet Janz individuelle Serviceleistungen zur Unterstützung der IT-Abteilung mittelständischer Unternehmen. 2008 erwirtschaftete die Janz Informationssysteme AG mit 65 Mitarbeitern 42 Mio. € Umsatz. Die Nachwuchsförderung wird bei Janz groß geschrieben: jährlich fließen hohe sechsstellige Beträge in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter.

Seine tiefe Verwurzelung mit der Region erläuterte der überzeugte Paderborner mit dem Zitat "lieber die Provinz vor der Tür, als die Provinz im Kopf". Paderborn biete gutes qualifiziertes Personal, im Rahmen einer Verbundausbildung nutze Janz auch die Kompetenz der FHDW. Mit der Initiative "Paderborn ist Informatik" nimmt Janz mit mehreren IT-Unternehmen aus Paderborn und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft auch Einfluss auf die Außendarstellung des IT-Standortes Paderborn.

Zum Abschluss dieses "bewegenden" Firmenforums lud Gastgeber Oberwestkamp vom Autohaus Rosier zu einem kleinen Imbiss. Die Paderborner Unternehmerinnen und Unternehmer verweilten noch lange bei anregenden Gesprächen über die interessanten Vorträge und die attraktiven Autos. Einige Teilnehmer konnten auch über die Close up Zauberei des Paderborner Zauberkünstler Hakan Varol stauen, der plötzlich mitten im Publikum in den Händen einiger Gäste kleine Wunder geschehen ließ.

v.l.: Annette Förster, Hans-Joachim Herbermann, Anke Zillmann, Martin Lüttke, Michael Oberwestberg, Wilhem Stute, Lars Fuhrmeister