Ausgezeichnet: Paderborn startet mit Open-Data-Kollaborationskonzept

Pilotprojekt für kommunales Open Government

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Mittwoch, 13. September 2017 | Stadt Paderborn - Paderborn ist eine von elf Kommunen, die im Rahmen der Landesstrategie Open.NRW mit einem Pilotprojekt für kommunales Open Government gefördert wird. Ausgewählt wurde das Vorhaben aus 32 Bewerbungen aufgrund des innovativen Charakters, der Übertragbarkeit für andere Kommunen, Breitenwirkung sowie Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit mit Partnern der Zivilgesellschaft.
Ziel ist die Einrichtung eines Paderborner Open-Data-Portals, das die städtische Zusammenarbeit mit Extern erleichtert. Mit der Bereitstellung von Geodaten im Portal soll aufgezeigt werden, welchen Mehrwert offene Daten für Bürgerinnen und Bürger bieten. Konkret geplant dafür sind vom Amt für Vermessung und Geoinformation mit einem virtuellen Schulwegtraining und 3D-Visualisierungen zu den Sichtbeziehungen von Windkraftanlagen und Immissionen durch Schattenwurf bereits zwei Anwendungsprojekte.
Damit gehe Paderborn in Sachen kommunales Open Government mit gutem Beispiel voran, lobt Hartmut Beuß, Beauftragter der Landesregierung für Informationstechnik, das Engagement der Stadt. Ziel der Pilotprojekte ist es, Erfolgskriterien zu identifizieren, wie kommunales Open Government effizient und mit hohem gesellschaftlichem Nutzen eingesetzt werden kann: „Zahlreiche gute Beispiele in den Städten und Gemeinden zeigen, dass Open Government als offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln vielerorts bereits gelebt wird. Bürgerhaushalte, Konsultationen im Rahmen der Stadtplanung oder die Bereitstellung von offenen Daten sind Beispiele, wie Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit praktisch umgesetzt werden. Mit der Förderung innovativer Pilotprojekte werben wir dafür, diesen Weg weiterzugehen. Wir freuen uns auf wertvolle Erfahrungen und Impulse der Modellkommunen, die mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag für einen Leitfaden 'Kommunales Open Government in NRW' leisten“, erklärt Beuß.
Open Government in NRW: Im Mai 2014 hat die Landesregierung die Open-Government-Strategie für die nordrhein-westfälische Landesverwaltung beschlossen: ein wichtiger Meilenstein für mehr Transparenz durch die Bereitstellung von Daten (Open Data), mehr Bürgerbeteiligung durch elektronische Partizipationsverfahren und eine bessere Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft. Im Oktober 2016 unterzeichneten Innenminister Ralf Jäger, die kommunalen Spitzenverbände und der Dachverband kommunaler IT-Dienstleister den Open-Government-Pakt für NRW. Damit sind Land und Kommunen noch näher zusammengerückt: Mit der gemeinsamen Erklärung haben die Landesverwaltung und Kommunen ein Programm vorgelegt, um die verwaltungsübergreifende Zusammenarbeit zu intensiveren und mehr Transparenz für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Die elf Pilotprojekte zur Umsetzung von kommunalem Open Government sind nun ein weiterer Schritt, um offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln als gängige Praxis in NRW zu fördern.

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