"Building the Garden“ - Künstlerin Seet van Hout

Ausstellungseröffnung am 21. Juni

© Stadt PaderbornDie Künstlerin Seet van Hout stellt ab dem 21. Juni in der Städtischen Galerie in der Reithalle aus.

Donnerstag, 13. Juni 2019 | Stadt Paderborn - Die neue Ausstellung „Building the Garden“ mit Arbeiten der niederländischen Künstlerin Seet van Hout verwandelt die Städtische Galerie in der Reithalle (Paderborn-Schloß Neuhaus) in einen atmosphärischen Bildraum. Ihre Werke, die fließende Malerei, gezeichnete Stickerei und freies Fadenspiel kombiniert, sind von hoher Ästhetik und faszinierender Dichte. Abstrakte Formen und gestickte Pflanzenmotive verbinden sich in ihren Bildern zu einem tiefgründigen Kosmos, der einen imaginären Garten zwischen Wachstum und Verfall, wissenschaftlicher Abbildung und Sinnlichkeit entwirft. Die neue Leiterin der Städtischen Museen und Galerien, Dr. Andrea Brockmann, hat bewusst das Thema gewählt, um eine Brücke zum sanierten Barockgarten zu schlagen. „Building the Garden das passt in diesem Jahr kongenial zum Schloßpark. Gegenwarts- und Gartenkunst ergänzen sich.“
Für Seet van Hout ist das Gartenmotiv vielschichtig. „Was wir im Kopf haben, ist wie ein Garten. Und dafür gilt es eine Struktur zu finden.“ Die Künstlerin aus Nijmegen arbeitet nicht mit dem Pinsel, sondern sie lässt Farbe auf den Leinwänden fließen. Sie tropft und gießt, so dass freie, diffuse Farbbewegungen entstehen. Anschließend stickt sie in Handarbeit konkrete Formen in die Farbwogen. Als Vorlagen nutzt sie Elemente aus den Kupferstichen der Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian und aus alten Kräuter- und Apothekerbücher, die wie in einer Collage der verschiedensten Fragmente zu neuen Figurationen zusammengefügt werden. Seet van Hout wendet die Arbeit und präsentiert bewusst die Unterseite der Stickarbeit inklusive der losen Fäden und Verdichtungen an Stellen, wo sich Stiche angehäuft haben oder Fäden gewechselt worden sind. Diese Störungen und Überraschungen machen das Spiel mit Zufall und Ordnung sichtbar.
„Nahezu mystisch mutet der Nachschattenraum an“, kündigt Dr. Andrea Brockmann einen besonderen Ausstellungsteil an. Verschiedene rot-schwarz changierende Leinwände sind eng gehängt, im abgedunkelten Raum erscheinen im diffusen Licht der Taschenlampen gestickte Motive, Blütenstände, Sprossen, Früchte, Blätter, wesenhaft vereinzelt und als Motiv verrätselt. Mit ihrer Rauminszenierung greift Seet van Hout die zauberhafte Wirkung von halluzinogenen Pflanzen auf. „Sie entführt uns in ein geheimnisvolles Dunkelreich“, so Dr. Brockmann.
Die Eröffnung findet am Freitag, 21. Juni, um 19 Uhr in der Städtischen Galerie in der Reithalle statt und ist bis zum 15. September zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung täglich - außer montags - von 10 bis 18 Uhr.
Zur Ausstellung wird außerdem ein umfangreiches Begleitprogramm geboten:
5. Juli, 19 Uhr: Celloperformance mit Willem Schulz 14. Juli und 25.August, 11 Uhr: Kuratorenführung mit Dr. Andrea Brockmann 31. August, 18 bis 24 Uhr: Museumsnacht 15. September, 16 Uhr: Gespräch mit der Künstlerin
Städtische Galerie in der Reithalle, Im Schlosspark 12, 33104 Paderborn www.paderborn.de/galeriereithalle Geöffnet: Täglich, außer montags, 10 bis 18 Uhr

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