Digitale Medien in der Kita

Studierende und Wissenschaftler der Uni Paderborn forschen für das Jugendamt

© Stadt PaderbornPräsentierten die Projektauswertungen zum Einsatz von digitalen Medien in der Kita: Sarah Gotmann vom Kolping-Bildungswerk Paderborn, Petra Erger, Leiterin des Paderborner Jugendamtes, Hildegard König vom Jugendamt, Melanie Wilde von der Universität Paderborn, Regina Schlüter von der Kita "St. Vincenz" und Prof. Dr. Dorothee Meister von der Universität Paderborn.

Mittwoch, 24. Juli 2019 | Stadt Paderborn - Studierenden und Wissenschaftler der Universität Paderborn haben den Einsatz von digitalen Medien in Paderborner Kindertagesstätten untersucht. Die Kitas hatten zuvor eine Förderung der Stadt Paderborn erhalten, der ihnen die Anschaffung von Technik sowie die Teilnahme an einem Schulungsprogramm ermöglichte. Die Ergebnisse der Projektauswertungen wurden jetzt an der Universität präsentiert.

Zwölf Kindertagesstätten verschiedener Träger hatten sich beim Jugendamt der Stadt Paderborn mit ihren Konzepten um die Projektförderung zur Umsetzung der Digitalen Bildung in Kindertageseinrichtungen beworben. Ziel der Förderung ist die Entwicklung von Ideen, digitale Medien kreativ und pädagogisch sinnvoll in der frühkindlichen Bildung einzusetzen. Kinder wachsen heute in eine digitalisierte Lebenswelt hinein und machen – oftmals in der Familie – immer früher erste Erfahrungen mit mobilen Medien und dem Internet. Der Bildungsort Kita hat die Aufgabe, Kinder bei der Erschließung ihrer Alltagswelt zu unterstützen, einschließlich der digitalen Bereiche des Alltags. Der Schwerpunkt früher digitaler Bildung in der Kita liegt dabei weniger im Erwerb von Anwenderwissen und technischen Fähigkeiten, sondern darin, dass die Kinder kreativ, kommunikativ und kooperativ mit und über digitale Medien lernen.

Vor Projektbeginn im November 2018 wurden die eingereichten Ideen vom Jugendamt auf ihre Realisierbarkeit im Kita-Alltag geprüft. Anschließend erhielten die beteiligten Einrichtungen Gelder für die Anschaffung von Technik zur Umsetzung ihrer digitalen Medienkonzepte, wie etwa iPads, Kameras und digitale Aufnahmestifte. Begleitende Fortbildungen für die pädagogischen Fachkräfte zählten ebenfalls zum Förderprogramm.

Evaluiert wurden die Projekte im Rahmen eines Lehrforschungsseminars von Prof. Dorothee Meister und Melanie Wilde, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaften, zusammen mit Studierenden der Universität Paderborn. „Es war uns ein wichtiges Anliegen, dass das Geld sinnvoll eingesetzt wird. Deshalb haben wir uns für eine Evaluation durch die Universität Paderborn entschieden“, erklärte Petra Erger, Leiterin des Jugendamts Paderborn, im Rahmen der Präsentation der Evaluationsergebnisse.

Die Ergebnisse der Evaluationen zeigen, dass sich Kinder während der Nutzung der Medien sehr sozial verhalten, offen und nonverbal kommunizieren und Nutzungsregeln beachten und einhalten. Auch aufseiten der Kindertagesstätten ließ sich eine große Begeisterung für den Einsatz von Tablets und anderer Medien feststellen. Herausforderungen bestehen unter anderem im Bereich der Technikunterstützung, aber auch in den variierenden Kompetenzen des Kita-Personals in der Technikbedienung.

In den Projekt-Kitas haben die Kinder unter anderem digitale Fotobücher erstellt, die die Entwicklung von der Kaulquappe bis zum Frosch begleiten. Weitere Kinder haben in ihrer Kita mit dem digitalen Aufnahmestift kleine Geschichten aufgezeichnet. Auch in der Entwicklung einer interaktiven Sprachwand kamen digitale Medien zum Einsatz. „Es ist uns wichtig, dass die Kinder nicht nur Konsumenten, sondern auch Gestalter digitaler Medien sind“, betonte Regina Schlüter von der katholischen Kindertagesstätte St. Vincenz, die dem Publikum aus der Projektpraxis berichtete.
Auch in Zukunft sollen die Kinder in den Paderborner Kitas einen reflektierten Umgang mit den digitalen Medien erlernen. Weitere Projekte dazu sind bereits angedacht.

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