Städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb zur Dempsey Kaserne gestartet

Kolloquium der Teilnehmer*innen und gemeinsame Besichtigung des Wettbewerbsgebietes

© Stadt PaderbornKürzlich hat die Vorbesprechung der Preisrichter*innen sowie das Kolloquium und die Ortsbesichtigung mit den teilnehmenden Büros des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs zur Dempsey Kaserne in Schloß Neuhaus stattgefunden.

Mittwoch, 26. Februar 2020 | Stadt Paderborn - Am Mittwoch, 19. Februar 2020 hat die Vorbesprechung der Preisrichter*innen sowie das Kolloquium und die Ortsbesichtigung mit den teilnehmenden Büros des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs zur Dempsey Kaserne in Schloß Neuhaus stattgefunden.

Über 50 Teilnehmer*innen waren auf Einladung der Stadt Paderborn und des wettbewerbsbetreuenden Büros post + welters partner mbB erschienen. Das Preisgericht setzt sich aus rund 40 Vertretern der Politik, der Verwaltung, des Büros post + welters partner mbB, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) sowie Fachplanern der Stadtplanung, Architektur und Landschaftsarchitektur und zwei zuvor ausgelosten Bürgern des Stadtteils Schloß Neuhaus zusammen.
Gemeinsam mit den ausgelosten Büros, die im Zuge des Wettbewerbs einen Entwurf für das Gebiet erarbeiten, wurde das Wettbewerbsgebiet besichtigt. Auf der ehemaligen Kasernenfläche sollen zudem rund 300 Wohneinheiten, kleinteiliges Gewerbe sowie eine viergruppige Kita geschaffen werden.

Die Teilnehmer*innen hatten nun die Chance, sich ein Bild von den Flächen des Plangebietes zu machen. Die bisher vollkommen isolierten Bereiche können durch die Neukonzeptionierung in den Stadtteil Schloß Neuhaus integriert und neue Verbindungen geschaffen werden. Das Gebiet wird zur Umgebung hin geöffnet und neue Fuß- und Radwege können entstehen, um die freiräumlichen Potentiale Schloß Neuhauses miteinander zu verknüpfen. Dabei sollen auch neue Fuß- und Radwegeverbindungen an die Bestandswege der Waldfläche nördlich der ehemaligen Dempsey Kaserne geschaffen werden. Die gesamte Waldfläche soll jedoch als solche erhalten bleiben und lediglich für Radfahrer und Fußgänger zugänglich sein.

Um den verschiedenen Anforderungen an die städtebauliche sowie freiraumplanerische Entwicklung des Areals gerecht zu werden, haben sich die Stadtplaner bzw. Architekten mit Landschaftsarchitekten zu Planungsgemeinschaften zusammengeschlossen. Bis April haben Sie Zeit, ihre Konzepte zu entwickeln. Am 19. Mai 2020 folgt die Preisgerichtssitzung, in der die Entscheidung über die Preisträger des Wettbewerbs getroffen wird.
Anschließend werden die Ergebnisse im Juni für alle interessierten Bürger*innen noch einmal öffentlich ausgestellt. Der genaue Ort und Zeitpunkt der Ausstellung wird auf der Konversionshomepage (www.paderborner-konversion.de) und in der Presse bekanntgegeben.

Aufbauend auf dem Wettbewerbsergebnis wird anschließend der Rahmenplan entwickelt und der Bebauungsplan aufgestellt. Derzeit befindet sich die Liegenschaft noch im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die der Stadt Paderborn den Erstzugriff für die Fläche angeboten hat. Die Stadt Paderborn hat somit die Chance, die Liegenschaft zu einem gutachterlich festgestellten Verkehrswert von der BImA zu erwerben. Der zu erstellende Rahmenplan dient dabei als Grundlage für die Wertermittlung.

Das Verfahren zur Neukonzeptionierung der ehemaligen Dempsey Kaserne wird vergleichbar zu dem bereits fortgeschrittenen Prozess des Alanbrooke Quartiers verlaufen. Hier wurde Ende 2016 der Sieger des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs ausgewählt. Nach weiteren Detailplanungen und den Verhandlungen mit der BImA konnte Anfang 2019 der Kaufvertrag unterzeichnet werden und im Sommer 2019 die Schlüsselübergabe an die Stadt Paderborn erfolgen. Seitdem laufen die Abriss- und Umbauarbeiten im Alanbrooke Quartier auf Hochtouren – seit September 2019 wurden bereits zahlreiche Gebäude und Hallen abgerissen und die Bauarbeiten der neuen Erschließungsstraßen begonnen.

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