Verwaltung hat Versorgung mit Hausärzten im Blick

KVWL unterstützt in Schloß Neuhaus mit bis zu 60.000 Euro

© Stadt PaderbornAus dem Strukturfonds der KVWL stehen Mittel zur Verfügung, um den ärztlichen Nachwuchs im Stadtteil Schloß Neuhaus zu fördern.

Montag, 22. Februar 2021 | Stadt Paderborn - Die hausärztliche Versorgung in Schloß Neuhaus war am Donnerstagabend Thema im dortigen Bezirksausschuss. Meike Kemper, Referentin des Bürgermeisters, sowie Dr. Ulrich Polenz, Leiter der Bezirksstelle Paderborn der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), beantworteten die von der SPD auf die Tagesordnung gesetzte Anfrage.

Ende 2013 hat die KVWL mit der Sicherstellungsrichtlinie und dem dazugehörigen Strukturfonds ein Instrument geschaffen, um dem Ärztemangel vor allem in der hausärztlichen Versorgung entgegenzutreten. „Ein Förderverzeichnis, das regelmäßig aktualisiert wird, weist Städte und Gemeinden aus, die aus Sicht der KVWL bereits heute Versorgungsengpässe aufweisen oder wo dies in naher Zukunft droht“, erklärte Dr. Polenz. Aktuell sei auch die Stadt Paderborn für den Stadtteil Schloß Neuhaus in dieses Förderverzeichnis aufgenommen worden.

Bürgermeister Michael Dreier erreichten diese Informationen bereits Ende vergangenen Jahres. Im Januar tauschte er sich bei einer Videokonferenz mit Marco Luzius, Referent für strategische Projekte bei der KVWL, und Dr. Polenz dazu aus.
„Die Stadt Paderborn steht in regelmäßigem Austausch mit der KVWL und ist sich der Situation in Schloß Neuhaus bewusst“, machte Meike Kemper im Ausschuss deutlich. Die Verwaltung unterstütze die KVWL, wann immer dies möglich sei.

Nun stehen aus dem Strukturfonds der KVWL Mittel zur Verfügung, um den ärztlichen Nachwuchs in Schloß Neuhaus zu fördern. „Unterstützt werden kann zum Beispiel die Praxisübernahme, die Anstellung eines weiteren Hausarztes oder die Eröffnung einer Filialpraxis“, erklärte Dr. Polenz. „Bei Übernahme eines vollen Versorgungsauftrages kann eine Förderung in Höhe von 60.000 Euro gewährt werden.“ Weitere mögliche Fördermaßnahmen bestünden in einer Umsatzgarantie bezogen auf den Fachgruppendurchschnitt oder auch in einem Investitionskostenzuschuss zur Förderung ärztlicher Kooperationen.

Deutlich wies Dr. Polenz vor dem Ausschuss darauf hin, dass es sich bei der Förderung durch die KVWL um eine zeitliche und begrenzte Maßnahme handele. Sie gelte so lange, bis sich die Versorgung im Stadtteil stabilisiert habe. „Insgesamt ist die ärztliche Versorgung im Bereich der Stadt Paderborn aber noch sehr gut“, sagte Dr. Polenz.

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