Wilhelm Peters als Kunstbotschafter der Stadt Paderborn in der ganzen Welt

Bürgermeister Michael Dreier überreichte Kulturpreis an den Glasmaler

© Stadt Paderbornv.li.: Laudator Christoph Stiegemann, Kulturpreisträger Wilhelm Peters und Bürgermeister Michael Dreier

Montag, 13. November 2017 | Stadt Paderborn - Zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik und Universität waren am Sonntagmorgen im Paderborner Rathaus erschienen, als Bürgermeister Micheal Dreier die Verleihung des Paderborner Kulturpreises eröffnete. Paderborn habe viele Stadtidentitäten: Neben Historie, Kirche, Sport und Computer sei es auch eine Kulturstadt, so der Bürgermeister in seiner Begrüßung. „Der Kulturpreis hat seit 1955 Anteil daran, dass das Profil unserer Kulturstadt gebildet werden konnte.“ In 70 Jahren habe sich ein exklusiver Kreis von 20 Namen gebildet, erläuterte Michael Dreier. Dazu zählen unter anderem der erste Intendant des Paderborner Theaters, Elert Bode, oder die Schriftstellerin Jenny Aloni.
Der neue Kulturpreisträger ist Wilhelm Peters, Inhaber der traditionsreichen Glasmalerei Peters. Er wurde aus zahlreichen Vorschlägen aus der Paderborner Bevölkerung von einer Jury ausgewählt. „Wilhelm Peters ist Autor, Kunstpädagoge, Ausstellungsmacher und Chef von vielen Mitarbeitern. Er macht den Namen der Kulturstadt Paderborn international bekannt“, drückte Michael Dreier in seinen Glückwünschen aus. Diesen schloss sich Laudator Christoph Stiegemann, langjähriger Freund des Preisträgers, an. Es sei eine gute Wahl, Wilhelm Peters auszuzeichnen. Durch die große kirchliche Tradition in der Glasmalerei und durch neueste computertechnische Verfahren habe er sich verdient gemacht. „Typisch Paderbörnsch sind sein bodenständiges Naturell, die Standortstreue, der Familienbezug und die globale Strahlkraft“, führte der Direktor des Diözesanmuseums aus. Zum Glasmaler wurde Wilhelm Peters auf Umwegen: Bevor er das 1912 gegründete Unternehmen übernahm, studierte er nach seinem Abitur am Reismanngymnasium Kunst und Kunstpädagogik in Hamburg und „war auf dem besten Wege, einer der einflussreichsten Ausstellungskuratoren der Bundesrepublik Deutschland zu werden.“ In den 80er Jahren kehrte Wilhelm Peters aber nach Paderborn zurück und machte bei seinem Vater die Ausbildung zum Glasmaler und übernahm die Firma. „Sein Knowhow, was er aus Hamburg mitbrachte, führte zur Internationalisierung, die bis in die USA oder nach Honkong reicht“, so Christoph Stiegemann. Doch auch in Paderborn ist sein Wirken zum Beispiel am Dom zu erkennen. Eine weitere Sache liegt Wilhelm Peters am Herzen: die Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern, die er betreut und mit denen er Ausstellungen konzipiert und umsetzt. „Er versteht sich als Dienstleister, als Dirigent eines Orchesters, Kurator und Freund der Künstler. Er bleibt ständig in Bewegung und sucht neue Herausforderungen und dabei stets eingebunden in den familiären und städtischen Kontext“, würdigte Christoph Stiegemann den Glasmaler. „Er hat den Preis in jeder Weise verdient. Solche Menschen braucht die Stadt.“ Im Anschluss überreichet Bürgermeister Michael Dreier die frisch unterzeichnete Urkunde an Wilhelm Peters. In der anschließenden Dankesrede zeigte dieser sich gerührt und gab das Lob an diejenigen weiter, die mit ihm gemeinsam am Erfolg arbeiten. Das „plus ultra“ sei das Firmencredo, was nun auch in der vierten Generation fortgesetzt werde. „Ich liebe unsere Paderstadt sehr und möchte sie auch in Zukunft noch schöner werden lassen“, schloss er mit einem Appell, weiter mit der Kunst zu arbeiten und sie zu verbreiten. Den auf 5000 Euro dotierten Kulturpreis gibt Wilhelm Peters an seine rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter.
Für die musikalische Umrahmung sorgten mit Clara Busemann an der Harfe und Lara-Sophie Kluwe am Klavier zwei Preisträgerinnen der Jugend musiziert Bundeswettbewerbs, der in diesem Jahr in Paderborn stattfand.

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