Ungewöhnliche Blicke auf die Stadt

Ausstellung „Mit 17 … Jugend in Paderborn“ bis 1. Juli im Stadtmuseum

© Stadt PaderbornFreuen sich auf die Ausstellung: (v. l.) Projekt-Assistentin Mira Falke, Projektleiter Bernd Apke, Ausstellungsgestalter Samuel Treindl und Workshop-Leiterin Laura Schlütz.

Freitag, 13. April 2018 | Stadt Paderborn - Sie ist wild, poppig, unangepasst: Die Ausstellung „Mit 17 … Jugend in Paderborn“ ist im Stadtmuseum am Abdinghof eröffnet worden. Im Blick hat sie neben dem typischen „Museumsliebhaber“ eine ganz besondere Zielgruppe: Die Ausstellung möchte Jugendliche für den Gang ins Museum begeistern. Es geht mehr als nur darum, historische Objekte der Stadtgeschichte zu sammeln, zu bewahren, zu erforschen und zu vermitteln. „Das Stadtmuseum soll zu einem lebendigen Zentrum einer jugendlichen Kommunikation werden“, sagt Projektleiter Dr. Bernd Apke. Zudem wolle man ein Netzwerk schaffen, in dem das Stadtmuseum neu verortet werde.
Wie blicken Jugendliche auf Paderborn? Was gefällt ihnen an der Stadt? Was sind ihre Orte? Diese und weitere Fragen haben die jungen Frauen und Männer zunächst auf ganz individuelle Art in kreativen Workshops mit verschiedenen Kooperationspartnern beantwortet. Ergebnis ist eine Ausstellung der etwas anderen Art. Der Münsteraner Künstler Samuel Treindl hat das Verhältnis der Jugendlichen zur Stadt visualisiert. „Er hatte wilde Ideen, die handwerklich solide ausgearbeitet und konstruiert sind“, sagt Apke zur Ausstellung, die vom Künstler als 'anarchistische Produktion' bezeichnet wurde. „Es sieht durcheinander aus, ist aber alles exakt durchgeplant.“
Mit Hilfe der Ausstellung gelingt ein ungewöhnlicher Blick auf Paderborn, denn die Auseinandersetzung mit der Stadt hat in den Workshops auf vielfältige Weise stattgefunden. So sind im Erdgeschoss des Stadtmuseums Fotos von Graffitis im Stadtgebiet ebenso zu sehen wie im Nachhinein veränderte Aufnahmen, auf denen zum Beispiel das Paderquellgebiet zum Schlaraffenland wird und Enten plötzlich rosa sind. Sneaker, die während eines Workshops nach eigenem Gusto aufgepeppt wurden, lenken den Blick des Betrachters auf sich, und auch die Kurzfilme, die Jugendliche passend zu den Stichpunkten „Mit 17“ und „Paderborn“ erstellt haben, sind eine genaue Betrachtung wert.
Die Station mit dem Titel „Paderborn ist toll“ zeigt Werbematerialien, mit denen die Stadt für sich wirbt. Direkt nebenan lautet das Motto „Du bist toll“. Hier können Besucher zur Polaroid-Kamera greifen, ein Selfie schießen und es aufhängen. Laura Schlütz hat gemeinsam mit den Jugendlichen einen Stadtplan geschaffen, der jedoch mit Absicht kein touristischer sein soll. „Die Workshop-Teilnehmer haben Orte dokumentiert, wo sie sich besonders gern aufhalten und wo sie sich treffen, aber auch Orte, die sie gar nicht mögen“, erklärt sie.
Projektleiter Bernd Apke ist vom Ergebnis der Workshops und der Ausstellung begeistert. „Es würde mich sehr freuen, wenn die Jugendlichen das Gefühl bekommen, dass das Stadtmuseum ein lebendiger Ort ist“, hofft er. „Dann habe ich schon etwas erreicht.“
„Mit 17“ wurde von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Pünktlich zur Ausstellungseröffnung ist eine 120 Seiten umfassende Publikation in Magazinform erhältlich, in der neben zwei wissenschaftlichen Aufsätzen zum Thema Interviews mit den Workshop-Partnern nachzulesen sind. Außerdem laufen passend zur Ausstellung weitere Aktionen und Workshops.

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