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Von Frühlingserwachen und Wohnungssuche

Mit dem März beginnt nicht nur meteorologisch (1. März) und kalendarisch (20. März) der Frühling, auch die Natur zeigt uns, dass das Frühjahr angekommen ist. Die Tage werden länger, die Temperaturen wärmer, Vogelgezwitscher erfüllt die Frühlingsluft und die ersten Frühblüher geben alles, um unsere Natur wieder bunt werden zu lassen.  

© Gregovish auf PixabayAhornblätter im Frühling

Kleiner Baum-Exkurs

Auch die Bäume erwachen langsam aus ihrer Winterruhe. Über die kräftigen Wurzeln wird Wasser über die Leitungsbahnen bis hoch in die Äste gepumpt, welches erste Knospen und Blätter mit Nährstoffen versorgt. An einem sonnigen Märztag können Sie das aufsteigende Wasser sogar hören, wenn Sie Ihr Ohr an einen Baum mit glatter Rinde legen.  


Augen auf bei der Wohnungssuche

Auch unter den Tieren machen sich Frühlingsgefühle breit – die Wohnungssuche läuft auf Hochtouren. Vögel und Insekten sind auf der Suche nach einem geeigneten Platz für die Eiablage. Überall in unseren Gärten sind Vogelmännchen zu entdecken, die ihre Reviere gegen Artgenossen verteidigen und um die Weibchen balzen.

© Bernd Hildebrandt auf PixabayJungtierfütterung der Blaumeisen am Nistkasten

Die meisten Vogelarten, die im innerstädtischen Raum vorkommen, bauen ihre Nester geschützt vor Fressfeinden in großen Hecken, Sträuchern, Bäumen oder Asthöhlen. Es gibt aber auch Spezialisten, wie zum Beispiel den Mauersegler oder die Schwalbe, die ihre Nester hoch oben in Mauerspalten bauen oder aus Schlamm herstellen.  

Wie und wo das Nest gebaut wird, ist abhängig von der Vogelart. Kohl- und Blaumeise beispielsweise brüten gerne in geschlossenen Baumhöhlen. Rotkehlchen und Amseln dagegen bauen ihre Nester lieber in Halbhöhlen oder direkt in das Geäst von Bäumen und Sträuchern. Wasseramsel und Gebirgsstelze sind zwar keine typischen Vögel, die man in Innenstädten antrifft, in Paderborn gehören sie aber einfach dazu. Sie bevorzugen beispielsweise schlecht erreichbare Felsnischen in Gewässernähe.   

© Sabine Löwer auf PixabayAmsel bei der Jungtierfütterung
© Joachim_Marian_Winkler auf PixabaySchwalbennest mit Jungtieren

Im städtischen Raum sind diese natürlichen Niststrukturen leider nicht mehr oft vorhanden. Abhilfe können von Menschenhand angebrachte Nisthilfen schaffen. Jetzt zur Balzzeit ist der richtige Augenblick um die Nistkästen aufzuhängen.

Wie Sie in Ihrem Garten oder an Ihrer Hauswand Nistkästen anbringen können, welche Vogelart welche Nistkästen bevorzugt und wie diese richtig angebracht und ausgerichtet werden, können Sie zum Beispiel HIER nachlesen.

© David Hablützel auf PixabayWildbiene - Anflug Brutkammerröhre

Klein aber fein - und WICHTIG!

Auch Insekten sind nun zunehmend auf der Suche nach geeigneten Plätzen zur Eiablage. Eier werden zusammen mit einem Pollenvorat in einer Brutkammer abgelegt und verschlossen. Wenn die Larve schlüpft, ist sie ausreichend mit Futter versorgt und kann geschützt heranwachsen, bis sie groß genug ist um die Brutkammer als z.B. fertige Wildbiene zu verlassen.


© AxxLC auf PixabayWildbiene vor Brutkammer im Boden

Wildbienen nutzen für ihre Eiablagestätte gerne hohle Pflanzenstängel, die im letzten Herbst stehengeblieben sind. Andere Arten bevorzugen die Eiablage im Boden. Spezialisten, wie zum Beispiel die Holzbiene, legen ihre Eier in abgestorbenen Bäumen ab. Leider gibt es im innerstädtischen Raum nur noch sehr wenig natürlich vorkommende Eiablagemöglichkeiten. Abhilfe können auch hier angebrachte Nisthilfen schaffen.

Worauf Sie dabei achten sollten können Sie unter anderem HIER nachlesen.

Insektennisthilfen selber herstellen

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Herbstliche Blätter und herbstlicher Garten