Anlage von Blühstreifen

© Stadt Paderborn/AG_BioD

Blühende Lebensräume als Ziel

Wer in den vergangenen Monaten aufmerksam durch die Landschaft Paderborns gegangen ist, der konnte zahlreiche Blühstreifen entlang der Feldränder bewundern. Bürgermeister Michael Dreier freut sich sehr, dass es in diesem Jahr erstmals gelungen ist rund 8,7 Hektar Blühstreifen im Stadtgebiet zu schaffen. „Die Blühstreifen leisten einen entscheidenden Beitrag für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt in Paderborn“, betont der Bürgermeister. „Mich als Hobby-Imker freut es besonders, dass die Blühstreifen, auch im Winter, als Rückzugsort und Nahrungsquelle dienen“, blickt der Bürgermeister weiter auf die Blühstreifen. 

Die Flächen teilen sich auf sechs Meter breite Streifen entlang von Feldrändern auf und wurden mit speziellen regionalen Saatgutmischungen aus heimischen Wiesenkräutern und Gräsern eingesät. Melanie Brandenburg, Mitarbeiterin im Amt für Umweltschutz und Grünflächen der Stadt Paderborn dazu: „Es ist gelungen mit den Landwirten einen Beitrag zu mehr Natur- und Artenschutz in der Agrarlandschaft zu leisten.“ Sie freut sich, dass aktuell 39 Landwirte die Aktion der Stadt unterstützen und zu mehr Biodiversität beitragen.

Nicht nur optisch sind die farbenfrohen Blühstreifen eine Augenweide, sondern besonders für Insekten ein wahres Buffet voller Leckereien. Wild- und Honigbienen, aber auch Hummeln und viele weitere Arten können hier aus dem Vollen schöpfen. Die Samen sind bei zahlreichen Vogelarten sehr beliebt. Bodenbrütende Arten und Wildtiere nutzen die Blühflächen gerne als Rückzugsgebiet. Viele Blühstreifen werden nach der Blütezeit nicht gemäht und bleiben über die Wintermonate stehen. Auch wenn die strohigen Stängel und verwelkten Blütenköpfe zurzeit einen eher ungepflegten Eindruck erwecken, so freuen sich Vögel und Insekten in den anstehenden Wintermonaten über stehengebliebene Blütenstängel und Samenkapseln, die sie als Brutstätte und Nahrungsquelle nutzen.