Digitales Parkraummanagement

Die Digitalisierung der Stadt Paderborn wird in den nächsten zwei Jahren durch ein weiteres Projekt vorangetrieben. Das Paderborner Parkmanagement soll in den kommenden zwei Jahren auf digitale Systeme umgestellt werden.

Digitalisierungsprojekt des ASP erhält Förderbescheid

© Stadt PaderbornDer stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU- Bundestagsfraktion Carsten Linnemann (links) überreichte dem stellvertretenden Betriebsleiter des ASP Dr. Dietmar Regener (Mitte) gemeinsam mit Bürgermeister Michael Dreier den Förderbescheid zur Digitalisierung des Parkraummanagements.

Dazu erhielt die Stadt Paderborn einen positiven Zuwendungsbescheid in Höhe von 810.000 Euro vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, der von MdB Carsten Linnemann Anfang Januar an Bürgermeister Michael Dreier und den für die Parkraumbewirtschaftung in Paderborn zuständigen Eigenbetrieb ASP ausgehändigt wurde.

Paderborn ist, wie einige andere Städte auch, von Grenzwertüberschreitungen der Stickstoffoxid-Werte betroffen und hat aus diesem Grund einen umfangreichen Maßnahmenkatalog zur Luftreinhaltung erstellt. Im Masterplan „Green City“ der Stadt Paderborn sind diverse Maßnahmen zur Digitalisierung beschrieben: Maßnahmen im ruhenden Verkehr, Maßnahmen zur Angebotssicherung, Neusortierung und Bewirtschaftung. „Genau an dieser Stelle knüpft das Projekt an, da es alle Themenbereiche miteinander verbindet“, erklärt der stellvertretende Betriebsleiter des ASP, Dr. Dietmar Regener. Ein sowohl funk- als auch kabelbasiertes Sensornetzwerk soll zur Vernetzung und automatisierten Bewirtschaftung und Überwachung von allen Stellplätzen dienen. Durch die Zusammenarbeit mit der Westfalen Weser Netz GmbH kann die bereits vorhandene Infrastruktur genutzt und erweitert werden und eine hohe Verfügbarkeit des Funknetzes wird somit gewährleistet. Die wichtigsten Stellplatzflächen der Stadt werden auch jetzt schon durch unterschiedliche Techniken erfasst und die aktuellen Daten über die Belegung sind bereits über ein Parkleitsystem, das Internet und Apps abrufbar. Diese Technik deckt aber nur rund 50 Prozent der vorhandenen Flächen ab. Auch sind die vorhandenen Systeme teilweise fehlerhaft und somit nicht ausreichend verlässlich. Das vorhandene Parkleitsystem muss nun technisch aufgerüstet und angepasst werden, bereits vorhandene Systeme können jedoch weitergenutzt werden.
Ziel ist es freie Stellplätze in Echtzeit anzuzeigen. Auf allen Parkplätzen wird jede Parkbucht mit einem Parksensor ausgestattet. So kann angezeigt werden, ob ein Stellplatz frei oder besetzt ist. Großparkplätze und Stellplätze am Straßenrand werden gleichermaßen integriert. Den Status können die Verkehrsteilnehmer über eine App oder im Web abrufen. Auch die Lage und die Anzahl von verfügbaren Stellplätzen soll zukünftig visualisiert werden. Zusätzlich sollen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, um die Daten in Navigationssysteme zu integrieren. Auch der Bezahlprozess für die Stellplätze wird sich in Zukunft einfacher und komfortabler für die Bürgerinnen und Bürger gestalten. Das Ziel sei es ein sicheres und kontaktloses Bezahlen für den Stellplatz einzurichten, so Regener. Die Sensoren ermöglichen außerdem die Messung der Luftgüte oder der Temperatur und Luftfeuchte im Stadtgebiet. Mit den Daten kann etwa der Winterdienst optimiert werden.

Carsten Linnemann, Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Bereiche Wirtschaft, Energie. Mittelstand und Tourismus, zeigte sich bei der Übergabe des Förderbescheids sehr zuversichtlich für das Projekt. „Ich bin überzeugt, dass das Projekt einen großen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger in Paderborn haben wird“, so der Paderborner Politiker. Auch Bürgermeister Michael Dreier zeigte sich beeindruckt von dem Vorhaben. „Das Projekt ist ein weiterer entscheidender Schritt der digitalen Transformation Paderborns“.