Paderborn bechert um

Der Kaffee am Morgen - für viele Paderbornerinnen und Paderborner gehört er auf dem Weg zur Arbeit einfach dazu. Allerdings wird dieser allzu oft aus Einwegbechern getrunken, die bereits nach kurzer Zeit wieder im Abfall landen, für volle Mülleimer sorgen und wertvolle Ressourcen verschwenden.

Mehrwegbecher-Pfandsystem geht an den Start

© ASPBeim Aktionstag zum neuen Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher - v, li.: Cupforcup-Geschäftsführer Sven Hennebach, Citymanager Uwe Seibel und ASP-Betriebsleiter Reinhard Nolte

Schätzungsweise 14.000 Pappbecher werden tagtäglich in Paderborn verbraucht. Aber das soll sich jetzt ändern – unter dem Slogan „Paderborn bechert um“ ist seit Samstag, 21. Juli, das umweltfreundliche Mehrwegsystem des Düsseldorfer Start-ups „Cupforcup“ an den Start gegangen. In 18 Bäckereien und Cafés kann der Kaffee zum Mitnehmen dann auch in einem Mehrweg-Pfandbecher (1 Euro) erworben werden.

Aufgrund der Diskussionen und ersten positiven Erfahrungen in anderen Kommunen beauftragte der Rat der Stadt Paderborn die Verwaltung, die Einführung eines Pfandsystems für Coffee-to-go-Becher in Paderborn zu prüfen. Der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn (ASP) hat daraufhin in Zusammenarbeit mit dem City-Manager Uwe Seibel ein entsprechendes Konzept entwickelt. In enger Absprache mit Gastronomie- und Bäckereibetrieben fiel die Entscheidung für das Pfandsystem der Firma „Cupforcup“.
„Das Mehrweg-System für Kaffee-Becher geht am kommenden Samstag zunächst in 18 Bäckereien und Cafés in Paderborn an den Start“, berichtet ASP-Betriebsleiter Reinhard Nolte. Dies soll jedoch nur der Anfang sein „Ich bin mir sicher, dass in den nächsten Wochen noch weitere interessierte gastronomische Betriebe dazukommen“, ist Nolte überzeugt. „Wir sind noch mit einigen Händlern in guten Gesprächen“, ergänzt Citymanager Seibel.
Das Konzept von „CupforCup“ funktioniert ähnlich wie das bekannte Flaschen-Pfandsystem: In den teilnehmenden Gastro-Betrieben kann der Kaffeeliebhaber sein Heißgetränk anstatt in einem Pappbecher in einem stabilen Kunststoffbecher für einen Euro Pfand bekommen. Der Pfandbecher kann später in einem der teilnehmenden Cafés wieder zurückgegeben werden. „Die stabilen Kunststoffbecher, die in Deutschland hergestellt werden, können bis zu 400 Mal gespült und wieder befüllt werden“, erklärt „Cupforcup“-Firmengründer Franziskus von Boeselager. Zusammen mit Sven Hennebach gründete von Boeselager das Startup 2016 in Düsseldorf. An das umweltfreundliche Pfandsystem von „Cupforcup“ sind in Düsseldorf, Bonn, Bochum, Essen, Wuppertal, Köln, Mönchengladbach, Mülheim, Duisburg und Dortmund derzeit rund 150 teilnehmende Partner-Betriebe angeschlossen.

Folgende Gastronomie- und Bäckerei-Betriebe führen das Pfandsystem Cupforcup ein:

• Bäckerei Konditorei Lange
- Rosenstraße 4
- Westernstraße 23
- Bahnhofstraße 29
- Schildern 15

• Bäckerei M. Mertens
- Ükern 21
- Detmolder Straße 210
- Mastbruchstraße 135

• Cafe Röhren
- Mühlenstraße 10

• Hofbäckerei Niermann
- Angelnweg 2
- Grüner Weg 41

• Kernidee
- Dörener Weg 72

• Kirwald IdeenRaum
-
Kötterhagen 3c

• KÖ13
- Neuer Platz 7

• Loser Coffee
- Kilianstraße 2

• Schenke im Bahnhof
- Bahnhofstraße 29

• Weltladen La Bohnita
- Michaelstraße 7

• Westers Backfuchs
- Riemekestraße 5, 33102 Paderborn
- Karlstraße 15, 33098 Paderborn
 

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