Positive Jahresbilanz

Mit über 65 % haben die Paderborner einen neuen Höchstwert bei der Recyclingquote erreicht. Damit kann der ASP in der Abfallsparte auf ein ökologisch erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Gute Recyclingquote für Paderborner Abfall

Insgesamt sammelte der Betrieb im vergangenen Jahr 25.000 t Restabfall  und Sperrmüll ein, mit 20.000 t Bioabfällen und 26.000 t weiteren Wertstoffen wurde der Wertstoffkreislauf weiter angekurbelt.

So ergibt sich eine Gesamtabfallmenge von 466 kg pro Einwohner und Jahr, die über die verschiedenen Sammelsysteme entsorgt werden. Damit bewegen sich die Paderborner erfreulicherweise etwas unter dem landesweiten Durchschnitt von 471 kg/E/a (2016) aber deutlich über dem Durchschnitt  im Kreis Paderborn (427 kg/E/a, 2016) mit seinen ländlichen Gebieten, in denen stets weniger Abfall anfällt als in Ballungsräumen.

Der erfreuliche Rückgang beim Restabfall wird durch den Anstieg der Wertstoffe auf 303 kg/E/a mehr als kompensiert. Der Anstieg ist wesentlich auf die verstärkte Nutzung der Recyclinghöfe zurückzuführen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr über 340.000 Einfahrten auf den Recyclinghöfen gezählt, ¾ davon auf den Recyclinghof An der Talle.  

Für die Abfallmengen gab es dadurch insbesondere durch Altholz (+ 5,6%) und Elektroaltgeräte (+ 7,6%) noch einmal einen kräftigen Schub. Aber auch der Inhalt der gelben Wertstofftonnen hat noch einmal um 7,6% zugelegt und liegt mittlerweile bei 30 kg/E/a. Durch diese Entwicklung wird erstmalig eine Recyclingquote von über 65 % erreicht.    

Auch das wirtschaftliche Ergebnis des ASP kann sich sehen lassen: „Bei einem Umsatz von 13,3 Mio €  haben wir mit 800.000 € über dem Planansatz deutlich positiver abgeschlossen“ berichtete ASP-Leiter Reinhard Nolte kürzlich im zuständigen Betriebsausschuss. Der Überschuss wird der Rücklage zugeführt und kommt somit den Gebührenzahlern wieder zugute. „Es ist deshalb durchaus möglich, dass wir auch für 2019 die äußerst günstigen Entsorgungsgebühren beibehalten können“, ist Nolte optimistisch.  

Auch im laufenden Jahr bleibt der Betrieb in der Weiterentwicklung und Modernisierung der Abfallentsorgung stets fleißig am Ball. Neben der Erweiterung des Recyclinghofes an der Talle, wo in Kürze die Baumaßnahmen beginnen werden, steht die Logistik und Technik des Fuhrparks ganz oben auf der Agenda. Dabei sind die Verringerung des Schadstoffausstoßes und erhöhte Anforderungen an die Fahrsicherheit Themen, die nicht zuletzt aus rechtlicher Sicht weiterentwickelt werden müssen. So sollen z.B. die Entsorgungsfahrzeuge mit 3D-Rückfahrtassistenzsystemen ausgestattet werden.