Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

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AUSZEICHNUNG ALS "SCHULE OHNE RASSISMUS - SCHULE MIT COURAGE"

Am 15.06.2021 wurden wir als 1000. Schule in NRW mit dem Titel „Schule ohne Rassisimus - Schule mit Courage“ ausgezeichnet.

Am 15.06.2021 feiert die Gemeinschaftsgrundschule Thune die Titelverleihung zur Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage. Trotz der pandemiebedingten Schwierigkeiten bei der Vorbereitung, ist es der vorbereitenden Arbeitsgemeinschaft ein großes Anliegen, nun endlich auch offiziell die Anerkennung zur Schule ohne Rassismus zu erhalten.  Der Schüler Till A. betont daher in seiner  Begrüßung  stellvertretend für die Vorbereitungsgruppe das Ziel der Schulgemeinschaft, dass alle Menschen respektiert werden und keiner wegen seines Aussehens und seiner Herkunft ausgegrenzt wird.

Bei der Titelverleihung tragen Schüler*innen des vierten Jahrgangs ihre selbstgeschrieben Gedichte zum Thema „Wir halten zusammen auf unserer Erde“ in einem kleinen Poetry-Slam vor. Auf einer Weltkarte stellen sie außerdem mit Luftpostbriefumschlägen dar, in wie vielen Ländern unserer Erde sie Verwandte haben und wie klein unsere Welt daher auch in Zeiten von Corona doch noch ist. In einer kurzen szenischen Inszenierung fordern Sie als bunte Wesen die coronabedingt wenigen geladenen Gäste auf, sich thematisch mit dem Thema Heimat auseinanderzusetzen.

Vorbereitungen für diese Auszeichnung begannen bereits im vergangenen Schuljahr, als  sich der Schülerrat und die „Muteinander-AG“ dafür einsetzten, dass an der Schule  niemand aufgrund seiner Herkunft, seines Aussehens oder seiner Individualität ausgegrenzt wird. In einer Unterschriftenaktion bekannte sich ein Großteil der Schulgemeinschaft zu diesem Grundsatz.  Trotz aller Herausforderungen in Bezug auf Corona gab es auch in diesem Jahr verschiedene Projekte und eine kleine AG zur Vorbereitung der Titelverleihung. So wurde unter anderem das Schulgebäude mit hunderten von Herzchen geschmückt, auf denen Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen geschrieben hatten, was die Grundschule Thune zu einer guten Schulgemeinschaft macht.

Neben Herrn Wiele von den Unibaskets, der stellvertretend für den Verein als Ehrengast geladen ist, begrüßt Frau Peppmöller von der Koordinierungsstelle des Projektes Schule ohne Rassismus und  erteilt den offiziellen Titel.

Zum Abschluss entsenden  alle Schüler*innen ihre guten Ideen und Vorsätze für einen gelungenen Zusammenhalt an der Schule mit bunten Papierfliegern aus allen Klassenfenstern in die Welt hinaus.


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MUTEINANDER-AG

Der Name Muteinander steht für ein mutiges sich für den anderen einsetzen. Die Muteinander AG befasst sich mit dem Thema eines guten sozialen Zusammenhalts an der Schule. Sie initiiert das Projekt Schule ohne Rassismus–Schule mit Courage, für das sie sämtliche Vorbereitungen, Organisation und Aufklärung durchführt. Der Ablauf und Inhalt der AG wird von den Schülerinnen und Schülern selbst bestimmt. So hat sie beispiesweise einen Flyer zu dem Projekt gestaltet. Sie befasst sich fortlaufend damit, eine Schulgemeinschaft ohne Ausgrenzung einzelner Schülerinnen, Schüler oder Gruppierungen zu unterstützen. Dafür entwickeln die Schülerinnen und Schüler der AG Ideen, Projekte und Aktionen. Sie geben diese über den Schülerrat und die Schulvollgemeinschaft an die Schulgemeinschaft weiter.

Die Muteinander-AG hat sich in Absprache mit dem Schülerrat um das Sammeln von Unterschriften für die Zertifizierung als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bemüht. Ein großer Teil der Schü-lerinnen und Schüler, aber auch der Lehrerinnen und Lehrer haben sich mit ihrer Unterschrift verpflichtet, sich für eine Schulgemeinschaft einzusetzen, in der kein Kind ausgegrenzt wird. Teil dieser Vepflichtung ist auch die jährliche Gestaltung eines Projektes, das sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Regelmäßiger Bestandteil ist die Teilnehme des vierten Jahrgangs an dem „Hingucker-Projekt“ des Kreismuseums Wewelsburg. Das Projekt setzt sich altersgerecht mit einer analog zu der Ideologie des Nationalsozialismus aufgebauten fiktiven Erzählung von Ausgrenzungsbewegungen auseinander. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie leicht entsprechende Strukturen entstehen und sich aus-breiten können und wie sie selbst stark bleiben und dagegen vorgehen können. Weitere Ideen und Projekte hierzu werden von der Muteinander-AG entwickelt. In die Planung und Aufrechterhaltung des Projektes ist ebenfalls der Schüllerat einbezogen.