Neue Quarantäne-Regeln

Die Masken- und Test-Pflicht in den Grundschulen haben sich so gut bewährt, dass die Quarantäne-Regeln angepasst werden können.

Lolli-Tests in der GS Sande

Auch in der Grundschule Sande wird die Testpflicht in Schulen mit Hilfe des Pool-Test-Verfahrens erfüllt.

Jedes Kind lutscht dazu morgens zu Unterrichtsbeginn 30 Sekunden an einem Wattetupfer, der anschließend mit den Tupfern der anderen Kinder der Gruppe in einem Röhrchen gesammelt und an das zuständige Labor weitergeleitet wird. Die Klassen der Schuleingangsphase testen montags und mittwochs, die Jahrgänge 3 und 4 sind dienstags und donnerstags dran.

Was tun, wenn das Pool-Test-Ergebnis positiv ist?

Wenn ein Klassenpool positiv ist, bekommen die Eltern dieser Klasse am Abend bis 22 Uhr oder am nächsten Morgen ab 6.30 Uhr einen Anruf von der Schule.

Nur in diesem Fall müssen alle Kinder einen Einzeltest durchführen und zuhause bleiben. Die Eltern müssen den Test mit Hilfe der Anleitung registrieren und das Röhrchen bis 9.00 Uhr in der Schule abgeben oder in den Briefkasten der Schule werfen. 

Alle Einzeltests werden in das zuständige Labor gebracht. Die Eltern erhalten in der Regel innerhalb eines Tages per Mail Rückmeldung über das Testergebnis ihres Kindes. 

Alle Kinder, die ein negatives Testergebnis bekommen haben, dürfen wieder in die Schule kommen.

Nur Kinder mit positivem Testergebnis müssen zuhause bleiben und erhalten eine Quarantäneanordnung vom Gesundheitsamt.

Quarantäne nur für unmittelbar infizierte Personen

"Die Quarantäne von Schülerinnen und Schülern ist ab sofort grundsätzlich auf die nachweislich infizierte Person zu beschränken. Die Quarantäne von einzelnen Kontaktpersonen oder ganzen Kurs- oder Klassenverbänden wird nur noch in ganz besonderen und sehr eng definierten Ausnahmefällen erfolgen.

Ein solches Vorgehen ist zur Sicherstellung eines möglichst verlässlichen Schulunterrichts in Präsenz aus Sicht eines wirksamen Infektionsschutzes vertretbar, wenn

  • die Schule die allgemein empfohlenen Hygienemaßnahmen - einschließlich des korrekten Lüftens der Klassenräume (AHA+L) – beachtet hat und
  • die betroffenen Schülerinnen, Schüler oder Lehrkräfte alle weiteren vorgeschriebenen Präventionsmaßnahmen, insbesondere zur Maskenpflicht und den regelmäßigen Testungen, beachtet haben.

Konkret bedeutet dies, dass die Einhaltung aller Hygieneregeln einschließlich der Maskentragung in Innenräumen eine Bedingung für die gezielte Quarantänisierung nur der infizierten Personen darstellt. Da die Schulen über ein Hygienekonzept verfügen und mit der Geltung der Regeln seit geraumer Zeit vertraut sind, ist auch von den Gesundheitsbehörden davon auszugehen, dass alle Vorgaben eingehalten wurden – und damit kein Anlass für weiterreichende Ausnahmeentscheidungen.

Erhält die zuständige Behörde also von der Schule keine gegenteiligen Hinweise auf besondere Umstände, ist keine individuelle Kontaktpersonennachverfolgung aufzunehmen. Dies gilt auch für die Betreuung von Kindern in Rahmen des Offenen Ganztags und weiterer schulischer Betreuungsangebote."

Wegfall der Dokumentation von Sitzplänen

"Gemäß § 1 Absatz 2 der Coronabetreuungsverordnung war bislang die Dokumentation der Platzverteilung durch Sitzpläne erforderlich. Vor dem Hintergrund der neuen Regelungen, die eine Kontaktverfolgung nur in Ausnahmefällen vorsieht, wird diese Dokumentationspflicht mit der bereits vorbereiteten Änderung der Coronabetreuungsverordnung entfallen. Im Einzelfall kann es aber zur Unterstützung der Gesundheitsbehörden nach wie vor nötig sein, die Sitzordnung einer Klasse oder eines Kurses kurzfristig zu rekonstruieren."

"Freitestung" von Kontaktpersonen

"Sollte ausnahmsweise doch eine Quarantäne von Kontaktpersonen angeordnet werden, ist diese auf so wenige Schülerinnen und Schüler wie möglich zu beschränken. Auch dazu kann es erforderlich sein, die Sitzordnung einer Lerngruppe kurzfristig zu rekonstruieren (siehe oben).

Die Quarantäne der Schülerinnen und Schüler kann in diesem Fall durch einen negativen PCR-Test vorzeitig beendet werden. Der PCR-Test erfolgt beim Arzt oder im Rahmen der Kapazitäten in den Testzentren. Eine Abwicklung über die Schule ist nicht vorgesehen. Die Tests werden über den Gesundheitsfonds des Bundes finanziert (vgl. § 14 Test-Verordnung Bund).

Der Test darf frühestens nach dem fünften Tag der Quarantäne vorgenommen werden. Bei einem negativen Testergebnis nehmen die Schülerinnen und Schüler sofort wieder am Unterricht teil."