Angebot zum Thema Kinderrechte für Grundschulen

Die Kinderrechte feierten im Jahr 2019 30-Jähriges Bestehen. Am 20. November 1989 wurden erstmals die Kinderrechte verbindlich in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Anlässlich diesen Jahrestages hat das Kinderbüro die Kinderrechtewahl für Grundschulen entwickelt.

2022: Kinderrechtewahl an der Grundschule Josef in Schloß Neuhaus

© Stadt PaderbornCarina Fischer und Marina Seipel (beide vom Kinderbüro vom Stadtjugendamt Paderborn) stellen die Ergebnisse der Kinderrechtewahl den Klassensprecher*innen vor. (v.l. Frau Fischer, Frau Seipel (Kinderbüro), Frau Peters (Schulleiterin der Grundschule Josef), Frau Hohmann, Frau Herbst (Schulsozialarbeiterinnen Grundschule Josef))

Vor den Sommerferien hat das Kinderbüro der Stadt Paderborn eine große Kinderrechtewahl mit den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Josef in Kooperation mit der Schulsozialarbeiterin Frau Herbst durchgeführt. Nun wurden die Ergebnisse der Wahl den Klassensprecher*innen der Schule vorgestellt.

Aus jeder Klasse wurden zwei Kinderrechteexpert*innen ausgebildet, welche Wahlplakate für 10 ausgewählte Kinderrechte erstellt haben. Im Anschluss haben 276 Kinder der Schule für ihr wichtigstes Kinderrecht abgestimmt. Gewonnen hat mit 56 Stimmen das Kinderrecht auf „Privatsphäre“. Frau Seipel aus dem Kinderbüro erläutert den Kindern, dass es ein wichtiges Kinderrecht ist, welches bedeutet, dass Kinder das Recht auf den Schutz ihrer Privatsphäre haben. Niemand darf beispielsweise ohne Erlaubnis private Briefe oder Mails lesen und auch nicht in die Wohnung eindringen. Wichtig ist auch, dass niemand Behauptungen über ein Kind verbreiten darf, die seinem Ruf schaden. Die anwesenden Kinder fügten hinzu: „Mein eigenes Bett ist privat“, „Mich darf auch nicht jeder überall anfassen“, oder „Ich möchte auch mal alleine in meinem Zimmer sein ohne, dass meine kleine Schwester hereinkommt!“

Den Rang zwei teilen sich mit jeweils 45 Stimmen das Kinderrecht auf „Gesundheit“ und das Kinderrecht auf „elterliche Fürsorge“. Platz drei belegt mit 31 Stimmen das Recht auf einen „gewaltfreien Umgang“.

Frau Seipel stellt weiterhin die Ergebnisse vor und betont, dass die Ergebnisse nicht bedeuten, dass ein Kinderrecht wichtiger ist, als das andere. Die Kinderrechtewahl soll die Kinder informieren, dass es überhaupt Kinderrechte gibt und ihnen einen Überblick zu den seit über 30 Jahren bestehenden Kinderrechten geben.

Das Kinderbüro steht auch weiteren Grundschulen im Stadtgebiet zur Verfügung ein Projekt zum Thema Kinderrechte durchzuführen. Sollten Sie Interesse haben, oder Informationen zu dem Thema benötigen, können Sie sich unter kinderpaderbornde an die Kolleginnen vom Jugendamt der Stadt Paderborn wenden.