Startklar für den Neustart

Corona-Schutz in der Kulturwerkstatt

Wie die anderen Kulturbetriebe Paderborns auch, ist der Veranstaltungs- und Gruppenbetrieb der Kulturwerkstatt an der Paderborner Bahnhofstraße aktuell auf Null gesetzt. In dieser Zeit des Lockdowns wurden Konzepte entwickelt, wie ab der ersten Öffnungsmöglichkeit wieder Veranstaltungen durchgeführt werden können.
Die Gesundheit für die Besucher*innen steht dabei an oberster Stelle. »Wir möchten, dass sich alle beim Besuch in der Kulturwerkstatt sicher fühlen und Veranstaltungen in unserem Haus unbeschwert genießen können«, so Arnd Voß, Leiter der Kulturwerkstatt. Dazu werde das Hygienekonzept permanent an die sich ändernden Vorschriften und neuesten Erkentnisse der Forschung angepasst. »Unser gesamtes Team arbeitet mit Hochdruck daran, dem Pandemiegeschehen verantwortungsvoll zu begegnen und Besucher*innen mit wirksamen Maßnahmen zu schützen«, erklärt Voß.

Wie werden die Regelungen der Coronaschutzverordnung in der Kulturwerkstatt umgesetzt?
Obwohl wir im Moment keinen Veranstaltungsbetrieb durchführen können, setzen wir alle Vorschriften der Coronaschutzverordnung und alle Regelungen und Hygienemaßnahmen tagesaktuell um. So sind wir jederzeit in der Lage, auf Entwicklungen der Pandemielage zu reagieren. Und wenn sich die Türen der Kulturwerkstatt wieder für Veranstaltungen öffnen, können die Besucher*innen auf ein fundiertes und sicheres Konzept vertrauen

Wie sehen diese Regelungen im Einzelnen aus?
Der sichere Besuch der Kulturwerkstatt beginnt mit der datenschutzkonformen Besucher*innen-Registrierung. Hier setzen wir neben der Möglichkeit, ganz klassisch einen Zettel auszufüllen, auf die neuen Apps zur Nachverfolgung. So kann im Infektionsfall eine schnelle Reaktion und Benachrichtigung erfolgen.
Im gesamten Gebäude gilt derzeit die Pflicht, eine medizinische Maske oder eine FFP2-Maske zu tragen, und die Vorgaben der AHA-L Regeln: Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Masken tragen und lüften. Diese Informationen sind bei uns auch gut sichtbar angebracht. Zur Handdesinfektion stehen Hygienestationen an allen relevanten Stellen zur Verfügung.
Alle Kontaktflächen – Tische, Türklinken und Handläufe – werden regelmäßig desinfiziert. In der gesamten Kulturwerkstatt gilt zur Kontaktreduzierung durchgängig Rechtsgehgebot, zum Beispiel in den Fluren.


In der Kulturwerkstatt gibt es zahlreiche Veranstaltungsräume. Wie sind diese auf eine mögliche Öffnung vorbereitet?
Zunächst einmal erhalten Besucher*innen von Veranstaltungen einen vollständig desinfizierten Sitzplatz, der je nach Veranstaltungsformat möglicherweise auch fest zugewiesenen wird. Den Veranstaltenden stellen wir Messgeräte zur Kontrolle der Körpertemperatur zur Verfügung, damit Menschen mit Krankheitssymptomen ermittelt werden können. Weiterhin haben wir auf der technischen Seite aufgestockt, um Veranstaltungen in Zukunft sicher zu machen. Die Lüftungsanlagen für unsere Säle und die Cafeteria wurden auf reinen Frischluftbetrieb umgestellt. Damit wird dort durchschnittlich 7,5-mal pro Stunde die Raumluft komplett ausgetauscht, womit keine aufbereitete Luft zugemischt wird.
Eine weitere Neuerung sind unsere CO2-Ampeln, die in allen Räumen aufgestellt wurden. Damit überwachen wir permanent den Kohlendioxid-Gehalt der Luft und den damit einhergehenden Aerosolgehalt. Für Besucher*innen ist so auch jederzeit optisch ersichtlich, wie die Raumluftqualität ist. Bei Erreichen des durch uns festgelegten Grenzwerts werden weitere Schritte eingeleitet: Wenn die Ampel von Grün auf Gelb springt, müssen zusätzliche Maßnahmen wie Durchlüftung oder ähnliches vorgenommen werden. Springt die Ampel auf Rot, wird die Veranstaltung unterbrochen. Gesundheit und Sicherheit gehen immer vor!

Wie könnte ein möglicher Besuch in der Kulturwerkstatt aussehen, wenn die aktuellen Regelungen es wieder zulassen?
Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass die Kulturwerkstatt zwar die Räume und Technik zur Verfügung stellt, aber nicht die Veranstalterin ist. Als Besucher*in sollte ich mich Vorfeld also zum einen auf der Homepage der Kulturwerkstatt darüber informieren, wie die Regeln in der Kulturwerkstatt generell sind und zum anderen tagesaktuell bei den Veranstaltenden, welche speziellen Regeln für den Ablauf der Veranstaltung, zu der ich gehen möchte, in Abstimmung mit dem Sicherheitsteam der Kulturwerkstatt entwickelt wurden. Die Veranstaltenden entscheiden letzten Endes, wie genau sie die Kontaktdaten erheben, ob sie feste Sitzplätze zuweisen oder welche elektronische Datenerfassung sie verwenden wollen – die Kulturwerkstatt prüft, ob der geplante Ablauf mit den gesetzlichen Rahmenbestimmungen übereinstimmt und regelt im Zweifelsfall nach.

Und wie steht Ihr zu Schnelltests oder einem Corona-Impfausweis?
Zum jetzigen Zeitpunkt ist es für eine Aussage zu einem Corona-Impfausweis oder einen anderen Immunitätsnachweis, der den Zutritt zur Kulturwerkstatt ermöglicht, noch zu früh. Wir denken da eher an den Einsatz von Nachweisen von Schnellteststellen, wobei da noch Regelungsbedarf herrscht, wie das genau bei Kulturveranstaltungen ablaufen soll. Das kann natürlich in vier Wochen schon ganz anders aussehen. Aber auch hier gilt: die Kulturwerkstatt schafft einen sicheren Rahmen und stellt die räumlichen und technischen Voraussetzungen zur Verfügung; den veranstaltungsspezifischen Ablauf entscheiden aber die Veranstaltenden auf der Basis der jeweils geltenden Coronaschutzverordnung.


Was wünschen Sie sich für den Veranstaltungs-und Gruppenbetrieb in der Kulturwerkstatt?
Einen stabilen Corona-Inzidenzwert auf niedrigem Niveau, einen klaren Handlungsrahmen von Seiten der Landesregierung, der individuelle Lösungen zulässt, und weiterhin die Bereitschaft aller Beteiligten, die Schutzmaßnahmen mitzutragen. Wenn wir das alle zusammen hinbekommen sehe ich eine gute Möglichkeit, den Kulturbetrieb – wenn auch mit Einschränkungen – dauerhaft zu organisieren. Das Team der Kulturwerkstatt jedenfalls ist vorbereitet und macht alles möglich, was die Erlasslage jeweils hergibt.

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