Einen Schritt vor dem Krieg - За крок до війни

Bis zum 5. Juni 2022 konnten wir Werke von ukrainischen Künstler*innen zeigen.

Einen Schritt vor dem Krieg

In der Ausstellung „Einen Schritt vor dem Krieg” ging es um die Schrecken des Krieges und um die Vorahnung dieser aktuellen Ereignisse. Russlands völkerwiderrechtlichen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die Prozesse in der zeitgenössischen Kunst der Ukraine beschleunigt. Die Künstler*innen reagieren auf die Geschehnisse und verarbeiten mehr denn je innere und äußere Wahrnehmungen in ihren Bildern und Skulpturen.

Basierend aus den persönlichen Erfahrungen des Jahres 2014 (Besetzung eines Teils des Donbass durch Russland) hat der aus der Region Donezk stammende Künstler Petro Antyp den Beginn eines umfassenden russisch-ukrainischen Krieges in diesem Jahr bereits erahnt. Vor acht Jahren mussten er und sein Landsmann Sergij Sakharow aufgrund ihrer pro-ukrainischen und pro-europäischen Haltung ihre Heimat verlassen und suchten in der ukrainischen Hauptstadt Kyiw Zuflucht. Am 24. Februar dieses Jahres holte der Krieg sie erneut ein.

Das Stadtmuseum zeigte eine Auswahl mit Werken von Petro Antyp, Sergij Sakharow, Oleksandr Serdyuk, Igor Panchuk, Oleksii Konoshenko und Victoriia Romanchuk. Sie sind vor und während des Krieges entstanden. Es sind eindrucksvolle Zeugnisse unvorstellbarer Ereignisse eines sinnlosen Krieges – Vorahnungen und Reflexionen, die nicht nur die Menschen in der Ukraine betroffen macht. 

Die Gemälde und Skulpturen sind unter schwierigen Umständen direkt aus Charkiw, Kyiw und Lwiw von Petro Antyp und Maryna Streltsova nach Paderborn gebracht worden. Für die Vermittlung danken wir Prof. Andreas Götte und Ralph Wezorke, für die technische Umsetzung geht der Dank an Andreas Witt und an das Team der Städtischen Museen und Galerien Paderborn.