Grüne fordern Regierung angesichts von Schüler-Klimastreiks zum Handeln auf

15.03.2019 Hofreiter: Interessen junger Generation werden "nicht ansatzweise" geschützt

© Christoph Soeder, dpa/AFP/ArchivAngesichts der geplanten weltweiten Schülerstreiks für Klimaschutz haben die Grünen im Bundestag die Regierung zum Handeln aufgerufen. "Die politischen Entscheider tun nicht ansatzweise genug", kritisierte Fraktionschef Anton Hofreiter.

Angesichts der für diesen Freitag geplanten internationalen Schülerstreiks für mehr Klimaschutz haben die Grünen im Bundestag die Bundesregierung zu einer Änderung ihrer Prioritäten aufgerufen. "Die politischen Entscheider tun nicht ansatzweise genug, um die Lebensgrundlagen der jungen Generation zu schützen", sagte Fraktionschef Anton Hofreiter der Nachrichtenagentur AFP.

Die Debatte über die Zulässigkeit von Streiks während des Unterrichts sei dagegen nur ein Ablenkungsmanöver. "Wer nicht will, dass Kinder in ihrer Schulzeit streiken, muss seine Politik ändern." Deutschland halte sich derzeit weder an seine eigenen nationalen Klimaziele noch an das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015, kritisierte Hofreiter.

Am Freitag wollen Schüler und Studenten in mehr als hundert Ländern ihren Unmut über ausbleibende Maßnahmen zum Klimaschutz äußern, es ist der bisherige Höhepunkt einer seit Monaten laufenden Streikbewegung unter jungen Leute. In Deutschland wollen sich dem Aktionsnetzwerk Fridays for Future zufolge Jugendliche in mehr als 170 Städten beteiligen.


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