Sportverhaltensstudie 2013/14

Die Sportverhaltensstudie wurde in den Jahren 1993, 2003 sowie 2013 durchgeführt. Die daraus gewonnenen Ergebnisse und Trends bilden die Grundlage der städtischen Sportentwicklungsplanung.

Die den Ergebnissen zugrunde liegende Befragung wurde in zwei Erhebungsläufen durchgeführt. Im September 2013 und im Februar 2014 wurden jeweils 3.000 Personen zwischen 10 und 75 Jahren zu ihrem Sportverhalten und ihren Meinungen bezüglich bestimmter Fragestellungen im Sport befragt. Die Auswahl erfolgte nach dem Zufallsprinzip. Die Studie ist die dritte dieser Art nach 1993 und 2003.

Aktivenquote: 83,5% sind sportlich aktiv, 74% treiben mindestens 1 x pro Woche Sport.

Insgesamt bezeichnen sich 83,5% als sportaktiv, 74% geben an, mindestens 1x pro Woche aktiv zu sein. Bei den 10-19jährigen ist die Aktivenquote mit 89,7% erwartungsgemäß am höchsten, aber auch die 70-75jährigen sind noch zu 70% aktiv.

Organisationsform: Der Großteil der sportlichen Aktivitäten ist privat organisiert. Der Verein ist der wichtigste institutionelle Anbieter.

Sport wird zu knapp 70% privat organisiert. Wichtigster Anbieter des organisierten Sporttreibens ist der Sportverein, der in Paderborn im Gegensatz zu vielen Großstädten deutlich vor den kommerziellen Anbietern liegt. Entsprechend positiv werden die Sportvereine in der Außenwahrnehmung beurteilt. Auch Personen, die noch nie Mitglied im Sportverein waren, nehmen diesen als interessant und professionell wahr.

© Stadt Paderborn

Beliebteste Sportarten: Mehr als 40 % fahren Rad, Fußball führt die Ballsportarten an.

In der Hitliste dominieren die Sportarten, die sowohl intensiv als auch im Rahmen bewegungsaktiver Erholung ausgeübt werden können. Mit 42 % liegt Radsport vor Fitnesstraining/ Gymnastik (30,9%) und Schwimmsport (29,2%). Mit Fußball (9,4%, Platz 7) und Basketball (2,8%, Platz 10) befinden sich zwei Ballsportarten unter den Top 10. Im Schnitt betreiben die Paderborner 2,19 Sportarten. Im Vergleich zu 2003 haben Fitnesstraining und Gymnastik sowie Yoga, Kraftsport und auch Tanzen deutlich an Bedeutung gewonnen. Inlineskating und Rollsport musste prozentual die größten Verluste hinnehmen. Auch Tennis und Tischtennis haben etwa 40% weniger Aktive zu verzeichnen als 2003. Bei den Ballsportarten liegen Fußball und Volleyball auf nahezu identischem Niveau.

Ort der Aktivität: Das Stadtgebiet Paderborn ist ein beliebter Sportort. Sog. Sportgelegenheiten animieren zur Bewegung.

Der Großteil der Aktivtäten wird im Paderborner Stadtgebiet ausgeübt, wobei es zwischen den Stadtteilen deutliche Unterschiede gibt. In der Regel verbleibt weniger als die Hälfte der Sporttreibenden zur Ausübung der Sportart im eigenen Stadtteil (Ausnahme Kernstadt und Schloß Neuhaus). Etwa die Hälfte der sportlichen Betätigungen findet auf sog. Sportgelegenheiten (Park, Wald, Wege, Straßen) statt. Die klassischen Sportstätten (Turn- und Sporthallen, Sportplätze, Bäder) werden von einem Drittel der Aktiven genutzt.