Tag des offenen Denkmals Paderborn: 12.09.2021

„Schein und Sein in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“

Filmbeitrag der Stadt Paderborn zum “Tag des offenen Denkmals“ 2021

„Kann denn Lüge Sünde sein?“ so lautet der Titel des Filmes mit dem sich die Stadt Paderborn am bundesweiten Tag des offenen Denkmal am 12.09.2021 beteiligt. Der Film gibt witzige, unakademische und kurzweilige Einblicke in Fragen des Seins und des Scheins und Beispiele an welchen Paderborner Denkmälern sie anzutreffen sind.


Kann denn Lüge Sünde sein? - Filmbeitrag der Stadt Paderborn zum „Tag des offenen Denkmals“ 2021

Der Tag des offenen Denkmals hat viele Freunde. Einmal im Jahr können alle interessierten Bürger normalerweise wenig zugängliche dreidimensionale Geschichtszeugnisse besuchen. Was schätzen die Menschen daran? Ungewöhnliche Einblicke, die aus Büchern nicht zu gewinnen sind, Ehrfurcht vor kunstvollem Handwerk, alten Bautechniken und das Eintauchen in ungewöhnliche Geschichten. Man nimmt Einblick in alte Zeiten, in die man sich manchmal zurückwünscht oder die man auf keinen Fall mehr erleben möchte. Die authentische historische Atmosphäre im Denkmal regt in jedem Fall die Phantasie an. Wegen der unsicheren Verhältnisse hinsichtlich der Durchführbarkeit von Veranstaltungen aufgrund von Corona hat sich die Stadt Paderborn in diesem Jahr nochmals zu einem digitalen Beitrag entschlossen. 

Das Motto in diesem Jahr ist besonders geneigt, der Phantasie freien Lauf zu lassen. Sein und Schein, Wirklichkeit und Traum, Realität und Illusion, Lüge und Wahrheit... In unserer scheinbar rationalen Welt liegen Wirklichkeit und Illusion oft enger beieinander als wir glauben. Mit Hilfe der Illusion - wir können es auch „gute Lügen“ nennen - träumen wir uns an einen Strand, tauchen ein in die Geschichten in Filmen oder Büchern. 

© Amanda Brustz de Souza, Rechte: Stadt PaderbornDer Pfau Pavo und die Häsin aus dem Drei-Hasen-Fenster hatten einige Abenteuer zu bestehen, um die Stadt und ihre Bürger vor einem fanatischen Grafen zu retten. Den beiden Schauspieler:innen Tatjana Poloczek und Robin Berenz, die bislang am Paderborner Theater beschäftigt waren, haben die Dreharbeiten viel Spaß gemacht. Die filmische Umsetzung lag bei der Paderborner Medienwisschenschaftlerin und Experimentalfilmerin Alice D. Bleistein.

Aber gerade auch in der Baukunst liegen Sein und Schein oft nah beieinander. Nirgendwo können wir sicher sein, ob wir „die Wahrheit“ sehen oder eine irgendwie geartete Täuschung. Und was soll daran schlimm sein, wenn wir uns mit Hilfe der Phantasie eine bessere und schönere Welt erschaffen? Das sieht Graf Asanto Fanatico, der seit Jahrhunderten in der Unterwelt von Paderborn begraben liegt und gelegentlich aus seiner Gruft aufsteigt, um seine engstirnigen Ideen zu verbreiten leider anders. Er hält jede Form der Illusion für Lüge, ja für Sünde. Und so droht er der Stadt Paderborn und ihren Einwohnern mit harten Strafen.

Wer wissen möchte wie der Pfau Pavo und eine der Häsinnen aus dem berühmten Paderborner Drei-Hasen-Fenster versuchen, dem fanatischen Grafen mit das Gegenteil zu beweisen und die Stadt zu retten, der schaut sich einfach ganz entspannt auf dem heimischen Sofa den Film.

Veranstalter des Tags des offenen Denkmals ist die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (SDS). Seit 1985 setzt sich diese größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland aktiv für den Erhalt von Baudenkmälern ein. 200.000 Förderer ermöglichen es, dass rund 600 Objekte pro Jahr eine finanzielle Hilfe von insgesamt mehr als einer halben Milliarde Euro erhalten können. Genauso bedeutend ist die Öffentlichkeitsarbeit: Veranstaltungen, Reisen und ein großer Bestand an unterhaltsamer und informativer Literatur zum Thema Denkmalschutz stehen zur Verfügung. Eine Initiative ist besonders spannend und nachhaltig: Die Jugendbauhütten. Um bereits früh die Liebe zum Denkmal und zur Geschichte zu wecken, können Jugendliche mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Kooperation mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (IJGD) ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege absolvieren. Dies dient der Berufsfindung nach der Schulzeit und weckt den Spaß an Geschichte, Denkmälern und ihrer Erhaltung. Neben der Arbeit in Einrichtungen der Denkmalpflege lernen die Freiwilligen in 6 einwöchigen Seminaren ihre Mitstreiter kennen und legen gemeinschaftlich Hand an, um ein Denkmal aktiv zu erhalten.

Informationen über die Arbeit und Möglichkeiten zur Unterstützung der DSD finden Sie unter:
www.denkmalschutz.de. (Öffnet in einem neuen Tab)

Fragen zur Denkmalpflege in Paderborn beantwortet die Untere Denkmalbehörde:

Untere Denkmalbehörde der Stadt Paderborn

Frau Krieger

mehr Informationen

Kontakt

E-Mail-Adresse: k.kriegerpaderbornde