Tag des offenen Denkmals

Veranstaltungsinformationen

© Stadt Paderborn

© Stadt PaderbornEuropaweit wird der Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr am 08. September durchgeführt. 

Für den „Tag des offenen Denkmals 2019“ hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Bauhauses das Thema „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ gewählt. Zur Präsentation in Paderborn haben wir die Stümpelsche Mühle, ein saniertes Fachwerkhaus, eine Veranstaltung im Museum in der Kaiserpfalz, frühe Verkehrswege in Paderborn und die kath. Pfarrkirche St. Alexius in Benhausen gewählt. Alle Objekte haben in ihrer langen Geschichte zahlreiche Brüche und Veränderungen erlebt.

Die Stadt Paderborn wird an diesem Tag wieder kostenlose Führungen anbieten. Um zu große Gruppen zu vermeiden, werden alle Führungen doppelt angeboten

Wehranlage, Mühlrad und Mühlenmuseum, sogen. „Stümpelsche Mühle“
Führungen:12.30, 14.00 und 15.00 Uhr (jeweils 45 Minuten)
Referent: Willi Ernst
Treffpunkt: Spitalmauer 27 auf dem Hof 

Die Stauanlage, Wehre und Bruchsteinmauern, samt Rad dokumentieren in hervorragender Weise die geschichtliche Entwicklung der Wehranlage „Stümpelsche Mühle“. Die Mühlenrechte wurden 1809 erteilt. Teile des Wasserrades, mit dem in der Wiederaufbauzeit in der Mühle erstmals wieder Mehl produziert wurde, stammen aus dem Jahre 1956. Mit dem wieder sichtbaren Wasserrad wird ein Stromgenerator betrieben, der für die Energiever-sorgung des Gebäudeensembles und des Mühlencafés sorgt. Das Mühlenmuseum wurde am 10.06.2019 offiziell eröffnet. Hier können etliche alte Geräte und Müllereimaschinen besichtigt werden, ergänzt durch eine digitale Animation des Mahlvorgangs.

 

Museum in der Kaiserpfalz – "Abschreiben erlaubt!“
Führungen: 11.00 Uhr und 15.00 Uhr (jeweils ca. 2 Stunden)Mus.-Pädagogen: Dr. Nicola Karthaus und Claudia Westermann
Treffpunkt: Museumsfoyer 

Die Schriftreform Karls des Großen - Wer konnte eigentlich im Mittelalter lesen und schreiben, und wo lernte man es? Damals waren Klöster die Orte der Bildung und des Wissens. In den klösterlichen Schreibstuben, den Skriptorien, schrieben Mönche und Nonnen Texte aus der Bibel ab. In den Klosterschulen lernten Schüler – lateinisch – Lesen und Schreiben. Im Mittelpunkt der Bildungsreform Karls des Großen stand die Einführung einer einheitlichen Schrift mit gut lesbaren Buchstaben, der karolingischen Minuskel.

Unter dem Motto „Abschreiben erlaubt!“ können Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren es den Schreibermönchen gleichtun. Sie fertigen ihr eigenes mittelalterliches Schreibset aus zugeschnittener Gänsefeder und selbst gerührter Tinte und üben sich im Schreiben karolingischer Minuskeln und Initialen.   
Materialkosten: 3 Euro pro Person

Frühe Verkehrsverbindungen „Durch diese hohle Gasse …“
Führungen: 10.00 Uhr und 12.00 Uhr (festes Schuhwerk)
Referent: Horst Brand (jeweils ca. 45 Minuten)
Treffpunkt: Luise-Hensel-Pavillon gegenüber dem Ostfriedhof,Luise-Hensel-Str. / Ecke Driburger und Benhauser Str. 

Hohlwege - kaum bekannt sind die alten Verkehrsverbindungen, die aus dem nahen und weiten Umland nach Paderborn führten. Horst Brand, ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger, kennt sie alle und weiht uns ein in die Geheimnisse des alten Straßennetzes, dass sich in der Umgebung von Paderborn noch erkennen lässt. 

 

Katholische Pfarrkirche St. Alexius in Benhausen von 1932
Führungen: 13.30 und 16.00 Uhr (jeweils ca. 45 Minuten)
Referent: Peter Butt
Treffpunkt: Kirchvorplatz, Stadtweg 3 - 5 

Alle reden vom Bauhaus … Die Pfarrkirche St. Alexius in Benhausen ist ein Beispiel für eine Gestaltung, die sich dem neuen Bauen und den mit der Tradition brechenden Ideen der Bauhausgeneration der 1920er Jahre nicht unbedingt verpflichtet fühlte. Im Stil einer „Expressionistischen Gotik“ nimmt sie im Inneren zwar moderne Elemente des Expressionismus auf, versteckt sich aber im Äußeren hinter den klassischen Formen der Gotik. Die Benhauser Alexius-Kirche aus dem Jahr 1932 ist ein seltenes Beispiel der Bauepoche zwischen den beiden Weltkriegen und markiert durchaus einen Bruch in den Auffassungen im Kirchenbau. Der Restaurator Peter Butt hat sich intensiv mit der Baugeschichte beschäftigt und hat auch selbst an der Restaurierung mitgearbeitet. Lassen Sie sich also aus erster Hand die interessante Baugeschichte der Alexius-Kirche näherbringen.