Beteiligung der Stadtverwaltung am Modellprojekt Leichte Sprache

Im November 2015 startete das Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) ein neues Modellprojekt zum Thema „Verwaltungsakte in Leichter Sprache".

Das Projekt wird von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert.

Im Modellprojekt „Übersetzung von Verwaltungsakten in Leichte Sprache" werden Informationsschreiben und Verwaltungsakte, die häufig an Menschen mit Lernschwierigkeiten verschickt werden, in Leichte Sprache übertragen. Dazu werden in mehreren teilnehmenden kommunalen Verwaltungen Arbeitsgruppen eingerichtet. Die Mitarbeitenden aus den Verwaltungen erhalten Fortbildungen und arbeiten im Projekt mit. Auch Menschen mit Lernschwierigkeiten werden als Experten in eigener Sache am Projekt beteiligt.

Die Erstellung der Texte in Leichter Sprache übernehmen die beiden beteiligten Büros für Leichte Sprache. Es erfolgt eine juristische Prüfung, sowie eine Überprüfung der Verständlichkeit der Texte. In einer Testphase werden die Texte von den beteiligten kommunalen Verwaltungen eingesetzt. In der anschließenden Evaluation wird die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger untersucht. Das Projekt entwickelt ein Nachhaltigkeitskonzept und erarbeitet Vorschläge, wie die Verwaltungsabläufe in Zukunft gestaltet werden sollten, damit Menschen mit Behinderung in ganz NRW Informationen und Briefe in Leichter Sprache erhalten und somit ein wichtiger Schritt in Richtung Inklusion gemacht wird.

Drei kommunale Verwaltungen sind als Modellanwender am Projekt beteiligt. Um die Übertragbarkeit auf ganz NRW zu gewährleisten wurden unterschiedliche Verwaltungen ausgewählt:

eine kreisangehörige Stadt: Stadt Paderborn

eine kreisfreie Stadt: Stadt Bochum

eine Kreisverwaltung: Ennepe-Ruhr-Kreis

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