Beteiligung der Stadtverwaltung am Modellprojekt Leichte Sprache

Im November 2015 startete das Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) ein neues Modellprojekt zum Thema „Verwaltungsakte in Leichter Sprache". Abgeschlossen wurde das Projekt im Dezember 2018 mit einer Veranstaltung in Essen.

Das Projekt wurde von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert.

Im Modellprojekt „Übersetzung von Verwaltungsakten in Leichte Sprache" wurden Informationsschreiben und Verwaltungsakte, die häufig an Menschen mit Lernschwierigkeiten verschickt werden, in Leichte Sprache übertragen. Dazu wurden in mehreren teilnehmenden kommunalen Verwaltungen Arbeitsgruppen eingerichtet. Die Mitarbeitenden aus den Verwaltungen erhielten Fortbildungen und arbeiten im Projekt mit. Auch Menschen mit Lernschwierigkeiten wurden als Experten in eigener Sache am Projekt beteiligt.

Die Erstellung der Texte in Leichter Sprache übernahmen die beiden beteiligten Büros für Leichte Sprache. Es erfolgte eine juristische Prüfung, sowie eine Überprüfung der Verständlichkeit der Texte. In einer Testphase wurden die Texte von den beteiligten kommunalen Verwaltungen eingesetzt. In der anschließenden Evaluation wurden die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger untersucht. Das Projekt entwickelte ein Nachhaltigkeitskonzept und erarbeitete Vorschläge, wie die Verwaltungsabläufe in Zukunft gestaltet werden sollten, damit Menschen mit Behinderung in ganz NRW Informationen und Briefe in Leichter Sprache erhalten und somit ein wichtiger Schritt in Richtung Inklusion gemacht wird.

Drei kommunale Verwaltungen waren als Modellanwender am Projekt beteiligt. Um die Übertragbarkeit auf ganz NRW zu gewährleisten wurden unterschiedliche Verwaltungen ausgewählt:

eine kreisangehörige Stadt: Stadt Paderborn

eine kreisfreie Stadt: Stadt Bochum

eine Kreisverwaltung: Ennepe-Ruhr-Kreis

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