I came to slay
Die Einzelausstellung „I came to slay“ von Joséphine Sagna präsentiert farbenfrohe, laute und expressive Werke, die sich mit der Sichtbarkeit und den Erfahrungen von Schwarzen Frauen in einer
weißen Mehrheitsgesellschaft auseinandersetzen.
18. April bis 30. August
In ihren Arbeiten setzt sich die Künstlerin Joséphine Sagna (*1989) mit der Sichtbarkeit und den Erfahrungen von Schwarzen Frauen in einer weißen Mehrheitsgesellschaft auseinander. Sie bewegt sich in ihrer Malerei zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen Intuition und Aussage. Ihre Arbeiten sind Empowerment, politisches Statement und eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität. Sie thematisieren strukturellen Rassismus, hinterfragen gängige Stereotypen und zeigen die Stärke Schwarzer Frauen. Sie sind Ausdruck einer Ohnmacht und einer Macht zugleich – wie es auch der Ausstellungstitel „I came to slay“ (Umgangssprache „Ich kam, um zu beeindrucken.“) ausdrückt. Ihre Kunst ist laut, expressiv und unmittelbar. In kräftigen Farben, unterschiedlichsten Techniken, Überlagerungen, Schrift und wilden Gesten formuliert die Künstlerin Selbstbewusstsein, Wut, Stärke und Zärtlichkeit zugleich. Der Schaffensprozess von Joséphine Sagna ist hoch emotional, intuitiv, frech, spontan und gekennzeichnet von einer freien expressiven Geste. Dabei arbeitet sie mit Acryl-, Öl- und Sprühfarbe, mit Tusche, Aquarellstiften und Markern auf Leinwand. In vielen Schichten trägt sie Zeichnungen, Worte, Figuren und Flächen auf die Leinwände auf, die sie teilweise übermalt und durch neue Elemente ergänzt. Dadurch entstehen vielschichtige Werke, welche die Diversität von Schwarzen Frauen mit all ihren Stärken, ihrer Weichheit, ihrer Freude, ihrer Wut und ihrer selbstverständlichen Präsenz feiern.
