Vorschau

Hier finden Sie eine Übersicht der kommenden Ausstellungen in der Galerie in der Reithalle.

Johanna Reich: Ëlthyris – Der Klang des Ungesagten

© Johanna Reich / VG Bild-Kunst, Bonn 2026Johanna Reich, Aevorìs Kresta, 2025

26.09.2026 - 31.01.2027
Eröffnung: Freitag, 25.09.2026, um 19 Uhr

Die Künstlerin Johanna Reich (* 1977) untersucht in ihren Arbeiten Fragen von Identität, Geschichte, Geschlecht und die Macht digital erzeugter Bilder. Dabei ist nutzt sie die gesamte Bandbreite multimedialer künstlerischer Mittel, von Videoinstallationen, Rauminstallationen, über Malerei in Verbindung mit digitalen Techniken bis hin zur Fotografie und Performance. Oft arbeitet sie in größeren Werkzusammenhängen über einen langen Zeitraum und beleuchtet die ausgewählten Themen in unterschiedlicher Form. 

In der Ausstellung in der Städtischen Galerie in der Reithalle setzt sie sich mit der Frage nach der Bedeutung und Veränderung von Sprache in Zusammenhang mit Künstlerischer Intelligenz auseinander. Sprache formt unser Denken und unser Verständnis der Welt. Sie bedeutet Verständigung und Wissensaneignung und -weitergabe. Doch Sprache verändert sich stetig. Mit der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz stellen sich neue Fragen, denn der Mensch gibt die Entwicklung und Verwendung von Sprache an die Maschine ab. Im Zentrum ihres künstlerischen Projektes stehen die Fragen: „Wie wird sich unsere Welt verändern, wenn KI unsere Sprachproduktion in allen Bereichen übernimmt und neue Sprachwelten und -machtbereiche entstehen? Welche neuen Spielräume der Wahrnehmung eröffne generative KI? Wie können wir über Verständigung ins Gespräch kommen in einer Zeit, in der es alles andere als selbstverständlich ist, dass man die Perspektive eines anderen einnimmt? Für die Ausstellung entwickelt Johanna Reich mehrere Installationen und Werke. 

Auf Basis ihrer Neurodivergenz (Graphem-Farb-Synästhesie) hat Johanna Reich in den letzten Jahren in Kollaboration mit einer KI eine eigene Sprache (Hynitha) entwickelt, die ihre Bilder in Schrift bzw. Gedichte übersetzt. Jeder Buchstabe ist dabei mit einer speziellen Farbwahrnehmung verknüpft. „Ëlthyris“ kann z. B. übersetzt werden mit „der Klang des Unsagbaren“.

Die Ausstellung wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Freundeskreis der Städtischen Galerien Paderborn e.V.    
 

© Stadt Paderborn