Gasalarm in der Geroldstraße

Am Dienstagabend des 11.05.2021 wurde die Feuerwehr Paderborn gegen 20:20 durch eine Hausbesitzerin auf Grund von einem deutlich wahrnehmbaren Gasgeruch in die Geroldstraße alarmiert.

Beim Eintreffen konnte der vorgehende Angriffstrupp bereits einen leichten Gasgeruch nahe dem Eingangsbereich des Einfamilienhauses wahrnehmen. Bei der Befragung der Hausbesitzerin stellt sich heraus, dass am selbigen Tage Arbeiten an einer Gastherme im Keller stattgefunden hatten. 

In Zusammenarbeit mit der Polizei wurden unmittelbar die angrenzenden Häuser geräumt und ein Absperrbereich von 50 m rund um das Objekt angelegt, da bereits zu diesem Zeitpunkt von einer erhöhten Explosionsgefahr auszugehen war. 

Der Angriffstrupp der hauptamtliche Wache Süd ging mit entsprechender Messtechnik in das Kellergeschoss des Gebäudes vor. Auf Grund der brisanten Lage wurde zeitgleich ein weiterer Löschzug der ehrenamtlichen Einheit Stadtmitte nachalarmiert und vorsorglich der Brandschutz an der Einsatzstelle sichergestellt.

Die ersten Vermutungen konnten durch den vorgehenden Trupp schnell messtechnisch belegt werden als innerhalb des Kellergeschosses eine Gaskonzentration nahe der Explosionsgrenze festgestellt wurde.

Nachdem der Trupp die Gaszufuhr absperren konnte und bereits erste Lüftungsöffnungen geschaffen hatte, zog er sich auf Grund der Messwerte vorerst zurück.
In der Zwischenzeit wurde ein explosionsgeschützter Lüfter aus dem mitalarmierten Abrollbehälter Gefahrgut in Stellung gebracht. Bei einem erneuten Vorgehen des Angriffstrupps konnte der Erfolg der eingeleiteten, natürlichen Lüftungsmaßnahmen durch weitere Messungen bestätigt werden. Durch die vorgenommenen Messungen wurde ebenfalls die eingangs erwähnte Gastherme als Austrittsort ausgemacht. Zudem wurden weitere Gasnebenhähne sowie die Hauptzuleitung lokalisiert und abgesperrt. 

Mit dem Eintreffen des Energieversorgers wurden weitere Messungen im Kellergeschoss sowie den Wohnräumen vorgenommen und der Gashaupthahn gegen die Wiederinbetriebnahme gesichert. Nach dem eine weitere Explosionsgefahr eindeutig ausgeschlossen war, wurden in Abstimmung mit dem Energieversorger sowie der Polizei der Sperrbereich aufgehoben und die betroffenen Gebäude wieder für die Bewohner freigegeben.

In dem ca. eineinhalbstündigen Einsatz waren die ehrenamtlichen Kräfte der Einheiten Stadtmitte mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und einem weiteren Löschfahrzeug sowie die hauptamtliche Wache Süd mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und dem Wechselladerfahrzeug AB-Gefahrgut im Einsatz.

Der Führungsdienst war mit dem Einsatzleitwagen (C-Dienst) vertreten. Zur medizinischen Versorgung der Bewohner war ein Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug an dem Einsatz beteiligt.
Das Personalaufkommen an der Einsatzstelle belief sich auf ca. 35 Einsatzkräfte.

Einsatzleitung:

Brandamtmann Sebastian Ewen
C-Dienst | Feuerwehr Paderborn

Pressebericht:

Brandoberinspektor Frederik Voßmann