Die Jothe

Kiese in einem sandgeprägten Tieflandbach!

© NZO-GmbHKiesbank in der Jothe im Bereich der Abgrabungsgewässer

Sandgeprägter Tieflandbach, so wird der Fließgewässertyp der Jothe definiert. Überwiegend verläuft das Gewässer geradlinig durch intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen. In zahlreichen Abschnitten wurden daher Renaturierungen umgesetzt. Sie lassen die Jothe, dem Leitbild eines sandgeprägten Tieflandbaches entsprechend, durch die Landschaft mäandrieren.

Gesäumt von lebensraumtypischen Gehölzen weist die Jothe in Teilbereichen aber auch Kiese auf.

© NZO-GmbHTrockengefallen - eine Teichmuschel

Kiese in einem Sandgeprägten Tieflandbach? Ja, denn die Jothe durchfließt drei unterschiedliche Naturräume (die Geseker Oberbörde, die Geseker Unterbörde und die Obere Lipptalung), die in unterschiedlichem Maß von eiszeitlichen Sedimenten, nämlich von Sanden und Kiesen, geprägt sind .

Die Geseker Unterbörde kennzeichnet eine fast ebene, kaum merklich nach Norden geneigte Geschiebelehmplatte. Südlich daran schließt sich die Geseker Oberbörde an, eine fast ebene Hochfläche, die durch die teils steile und scharf eingeschnittene Kastentäler gekennzeichnet ist, wie zum Beispiel das der Alme. Diese Hochfläche ist im Quellbereich der Jothe durch eiszeitliche Ablagerungen (Grundmoräne) geprägt, die dem Kalkgestein überlagert sind.   

© NZO-GmbHIm Geländemodell gut zu sehen: Die Jothe entspringt, wie ihre weiteren Quellbäche, auf der Hochfläche.

Der Jotheoberlauf sowie nahezu alle linksseitigen Nebengewässer der Jothe haben ihren Ursprung im Bereich dieser Kalk-/Grundmoränenhochfläche. Aufgrund der Trockenheit des Kalkgebietes führen aber nur wenige Täler dauerhaft Wasser.

Etwa einen Kilometer verläuft die Jothe ab der Quelle in ihrem Tal nach Osten. Am Fuß der Hochfläche trifft sie auf weite Talung der unteren Alme und damit auf die Geseker Unterbörde. Auch andere am Rand der Kalkhochfläche entspringenden Gewässer verlaufen weiter nach Norden und bilden hier feuchte Niederungen. 

Nach mehr als 8 km mündet die Jothe im Bereich zahlreicher Abgrabungsgewässer in die Gunne, kurz bevor diese in die Lippe mündet.

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