Vorschau
Hier finden Sie eine Übersicht der kommenden Ausstellungen im Kunstmuseum im Marstall:
2027 · Fatma Özay: Von Dingen, die bleiben
13.02. - 20.07.2027
Eröffnung:
Freitag, 12. Februar 2027 im Kunstmuseum im Marstall
In ihren Arbeiten thematisiert Fatma Özay das Leben der türkischen Gastarbeiter*innen in Westfalen und insbesondere im östlichen Ruhrgebiet. In ihren großformatigen und farbigen Acrylgemälden spielgelt sich ihre eigenen Erfahrungen sowie übergeordnete Thematiken der muslimischen Lebensrealität in Deutschland wider.
Die Ausstellung „Von Dinge, die bleiben“ im Kunstmuseum im Marstall in Paderborn ist erste umfassende museale Einzelausstellung der jungen Künstlerin (* 1993). In ihren Werken verbindet sie auf besondere Weise erzählerische Elemente mit traditionellen, arabischen Techniken und Ornamentik und zeigt das oft unsichtbare Leben der türkischstämmigen Musilm*innen in Deutschland.
Fatma Özay gehört zur dritten Generation von türkischstämmigen Familien in Deutschland. Ihr Großvater kam als Gastarbeiter in den 1960er-Jahren ins Ruhrgebiet, um in einer Zeche zu arbeiten. Ihn und auch andere Familienmitglieder zeigt die Künstlerin in ihren Gemälden. Andere Motive stammen aus Familienalben oder aus Foto- und Pressearchiven. In Ihren Werken verbindet sie damit die eigene, persönliche Biografie mit grundlegenden historischen und gesellschaftlichen Ereignissen. Sie und ihre Familie sind Stellvertreter*innen für eine ganze Kultur der türkischen Gastarbeiter*innen, die in Deutschaland eine neue Heimat gefunden und sich dabei ihre kulturellen Wurzeln erhalten und gepflegt haben. In ihren Gemälden zeigt Fatma Özay insbesondere Szenen des alltäglichen Lebens. Menschen im Café, beim Kochen, bei der Handarbeit oder Familien bei Festen, Menschen auf der Straße beim Einkaufen, an Markständen, Verkäufer*innen in ihren Läden und vieles mehr. Es geht ihr hier besonders um die Darstellung von Orten und Anlässen der Begegnung und zwischenmenschlichen Kommunikation. Familienfeiern, Cafésituationen oder Orte des Einkaufens wie Märkte sind nicht nur in der türkischen Kultur fest verankerte Kultur- und Kommunikationsorte, sondern finden sich in allen Kulturen. Auch in der traditionellen deutschen Kultur spielen Feste (private und öffentliche) sowie Treffpunkte im öffentlichen Raum (wie z.B. Wochenmärkte) eine zentrale Rolle im Zusammenleben.
Andere Werke konzentrieren sich auf die historischen Darstellungen von Gastarbeiter*innen. Hier sieht man insbesondere Motive die vom Weggehen und Ankommen erzählen. Männergruppen, schwerbeladen mit Koffern sowie vollbeladene Autos in Kolonnen sind inzwischen zu Symbolbildern für die Migration der Gastarbeiter*innen der 1950er bis 1970er-Jahre geworden. Özay greift hier bewusst auf allgemeingültige Bilder zurück. Ihre Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Gesellschaft und persönlicher Erinnerung. Es werden Fragen nach kultureller Identität, Herkunft und familiärer Geschichte aufgegriffen. Ihre Arbeiten zeigen die erfolgreiche Migration, aber erzählen auch vom Scheitern. Sie erzählen von der Isolation in einer fremden Welt, in der sich die Menschen auf ihre bekannten Gewohnheiten und insbesondere auf die Familie als Kernzelle der Gemeinschaft und Heimat fokussieren.
Kuratiert von: Eleonore Seiferth
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2027 · Stadt - Land - Fluss
August 2027 - Frühjahr 2028
Die Ausstellung "Stadt - Land - Fluss" zeigt eine Auswahl von Werken aus der Kunstsammlung der Stadt Paderborn, welche unterschiedliche Landschaften darstellen. Von idyllischen Flusslandschaft, über die Darstellung von der weite der westfälischen (oder anderen) Landschaften bis hin zu urbanen Stadtszenen.
Die Landschaften sind sowohl Wiedergaben real erlebter Erfahrungsräume der Künstler*innen als auch Widerspiegelungen von Ideal- und Fantasieräumen. Sie zeigen uns, wie Künstler*innen ihre Welt erlebt und gesehen haben und machen und damit auch gleichzeitig bewusst, wie wir unsere Welt wahrnehmen.
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