Intermezzo#3 - Jahrestage 1921 - 1941 - 1971

17.09.21 - 07.11.2021

© Stadt PaderbornIntermezzo#3

In der Ausstellungsreihe Intermezzo zeigt das Kunstmuseum im Marstall seit dem Jahr 2020 in unregelmäßigen Abständen Werke aus der städtischen Kunstsammlung. Die Ausstellung haben wechselnde Schwerpunkte.

Die aktuelle Ausstellung Intermezzo#3 orientiert sich an drei besonderen Jahrestagen und zeigt Werke von Joseph Beuys, Wilfried Hagebölling und Ella Bergmann-Michel.

Joseph Beuys

Vor 100 Jahren wurde Joseph Beuys geboren. Er veränderte die Kunst und den Kunstbegriff grundlegend und nachhaltig. Mit seinem universellen Denken erweitert er die Malerei, die Bildhauerei, die Installation und die Performance, in dem er alle Lebensbereiche des Menschen mit in die Kunst einbezieht. Damit bricht er mit alten Sehgewohnheiten, geht neue ungewöhnliche Wege. Seine Werkstoffe sind Filz, Fett oder Wachs, er schafft zahlreiche Multiples, provoziert und irritiert mit Aktionen im öffentlichen Raum.

Die Städtische Kunstsammlung Paderborn konnte im Sommer 2021 Radierungen und Farblithographien von Joseph Beuys aus der Scheffelt Stiftung Freiburg als Dauerleihgaben übernehmen und so den eigenen Bestand an Beuys-Arbeiten erweitern.

Wilfried Hagebölling

Der Paderborner Künstler und konstruktive Stahlbildhauer Wilfried Hagebölling feiert 2021 seinen 80. Geburtstag. Seine großformatigen Papierarbeiten und skulpturalen Modelle bilden den geschlossensten Sammlungskomplex der Gegenwartskunst in der städtischen Sammlung, der zum großen Teil in der Ausstellung Intermezzo#3 gezeigt wird. Sein räumliches Sehen und Denken beeinflusst die Zeichnung, die mitunter auch gestisch und impulsiv wird. Formen und Linien in tiefem Schwarz konstruieren das Bildgeviert oder wandern als Blatt über die Wand.

Ella Bergmann-Michel

Das Profil der städtischen Sammlung wird wesentlich geprägt von einer umfangreichen Werkgruppe des als ‚Pioniere der Bildcollage‘ in die Kunstgeschichte eingegangenen Künstlerpaares Ella Bergmann und Robert Michel. Die 1895 in Paderborn geborene Künstlerin Ella Bergmann entwickelt nach ihrem Studium am Bauhaus in Weimar eine radikale Form des ungegenständlichen Arbeitens, das Elemente aus technischen Zeichnungen ebenso wie biomorphe Formen nutzt und abstrahiert. Ella Bergmann-Michel stirbt am 8. August 1971 in Vockenhausen. Ihr Oeuvre besticht durch innovative Gattungsüberschreitungen vom Dadaismus, Konstruktivismus und Bauhaus bis zum Surrealismus und Futurismus. 


© Stadt PaderbornAusstellungseingang Intermezzo#3
© Stadt PaderbornIntermezzo#3