Landschaftsbild und Gewässerstrukturen

Seit der Umgestaltung hat sich der Krebsbach bereits mächtig verändert. Sehen Sie hier, was an Lebensräumen entstanden ist.

Krebsbachtal zeigt Dynamik!

Januar 2026: Der umgestaltete Krebsbach hat sich auch im dritten Jahr nach seiner Umgestaltung dynamisch weiterentwickelt: Die Fließrinne verlagert sich stetig, Sand wird umgelagert, die Vegetation nimmt zu. Pflanzen und auch Tiere sind allerdings angesichts der dauernden Veränderungen gefordert, um sich ihren Platz zu sichern. Aus diesem Grund entwickeln sich Röhrichte und Gehölze zunächst eher in geschützten Bereichen und dehnen sich anschließend von dort weiter aus. Allerdings gibt es nach wie vor längere Abschnitte, auf denen die Dynamik für eine dichtere Pflanzentwicklung zu groß ist. Die Talböschungen sind aufgrund der nährstoffarmen und trockenen Verhältnisse ebenfalls nur schütter bewachsen.

Die Luftbilder aus dem Juli 2025, dem Juni 2024 und dem Juli 2023 zeigen die Entwicklung im direkten Vergleich.

  • © Ralf Kloke
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Aus der Nähe werden die Strukturen besonders deutlich. Jeder Totholzstamm, jedes Pflanze wirkt auf das Gewässer zurück. Fließwege verändern sich, Kolke bieten Lebens- und Rückzugsräume für Fische und Kleinlebewesen.

© Ralf KlokeSenkrechtbild eines Kolks
© Ralf Klokestellenweise gibt es nur schmale Fließrinnen

Auch vom Boden aus zeigen sich die Veränderungen deutlich. Auf den drei folgenden Bildpaaren sind von zwei Standorten jeweils nacheinander die Zustände 2025, 2024 und 2023 zu sehen. Und wer ganz genau hinsieht, entdeckt vielleicht den Rehbock, der als eines von vielen Rehen das Gebiet regelmäßig aufsucht...

  • © Ralf Kloke
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Pflanzenpolster und Röhrichte nutzen nicht nur vorhandene strömungsberuhigte Bereiche, sie stellen auch selbst eigene Strukturen bereit, die wiederum Lebensraum für angepasste Arten sein können - für Schmetterling, Libelle und Co.

Aus einer Windwurffläche wird ein Bachtal

2023: Vor der Umgestaltung war der Maßnahmenbereich eine Windwurffläche. Ein Sturm hatte den Kiefernwald komplett umgeworfen. So konnte bei vergleichsweise geringem Eingriff ein naturnaher Bach- und Talverlauf gestaltet werden. Das Landschaftsbild hat sich dadurch deutlich verändert.

  • © Ralf Kloke
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Vielfältige Lebensraumstrukturen entwickeln sich

Voraussetzung für die Besiedlung mit angepassten Tier- und Pflanzenarten ist die Entwicklung bachtypischer Strukturen. Dazu zählen Uferabbrüche, Ausspülungen, eine vielfältige Substratausprägung und Totholz. Da der neue Bachverlauf unbefestigt ist und sich eigendynamisch verändern darf, entwickeln sich diese Strukturen quasi von ganz allein!

© NZO-GmbHKieseinträge aus dem Oberlauf

Die hohen Abflüsse infolge starker Niederschläge im August 2023 haben das hergestellte Initialgerinne deutlich verändert. An zahlreichen Stellen haben sich Uferabbrüche eingestellt und Sandbänke wurden umgelagert. Kiese aus der oberhalb gelegenen Gewässerstrecke wurden eingetragen. Die Strukturvielfalt nimmt weiter zu!