bauliche Umsetzung

Das Trockental Barkhauser Straße ist eine der größten naturschutzfachlichen Gestaltungsmaßnahmen der Stadt. Wichtige Informationen rund um die bauliche Umsetzung sind hier zusammengetragen.

Für das neue Trockental müssen insgesamt rund 45.000 Kubikmeter Boden und Fels bewegt werden. Der Aufwand ist groß. Aber er lohnt sich mehrfach: Das Tal ist ein riesiger Gewinn für Tiere und Pflanzen! Und der Aushub hilft bei der Erschließung neuer Baugebiete sowie für weitere Bauvorhaben.

Aufgrund seines großen Umfangs ist das Projekt in zwei Bauabschnitte geteilt. Der erste wurde bereits 2016 umgesetzt, der zweite ist im Januar 2026 gestartet.

2. Bauabschnitt - AKTUELL

© Ralf Klokelaufende Gestaltung von Trockenlebensräumen; das Trockental erstreckt sich von der Fläche im Vordergrund über den Bildhintergrund rechts zur Alme; rechts "Stadtlanfert"

Februar 2026: Die Arbeiten zur Gestaltung des 2. BA schreiten voran. Die Oberboden-Umlagerung ist bereits weitgehend abgeschlossen. Es sind steinig-magere Standorte entstanden, die zukünftig angepassten Tier- und Pflanzenarten hochwertige Lebensräume bieten werden. Sie werden durch flache Geländeaufhöhungen, die in Kürze bepflanzt werden, abgeschirmt.


© Judith Lohnherrfreigelegte historische Vorratsgrube

Die Bodenarbeiten werden von einem Team engagierter Archäologen begleitet. Dabei wurden in der Nähe der Barkhauser Straße unter anderem historische Vorratsgruben entdeckt und freigelegt. Diese werden genau dokumentiert und Funde ausgewertet. So vermehrt die Maßnahme das Wissen über die Siedlungsgeschichte im Paderborner Südwesten.

2. Bauabschnitt - ALLGEMEIN

© Ralf KlokeMitte 2024 endet das Trockental noch oberhalb der Barkhauser Straße

Die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts hat im Januar 2026 begonnen. Der Bauabschnitt vollendet das Trockental. Er schließt die letzte Lücke zwischen Almetal und Hochfläche.

Der Abschnitt setzt an den Durchlässen der Pamplonastraße an und reicht über die Barkhauser Straße hinweg bis zur Alme.

Auszuheben sind hier rund 15.000 Kubikmeter überwiegend felsiges Material. Das wird im Rahmen anderer Baumaßnahmen weiterverwendet.

© Stadt Paderbornmit dem zweiten Bauabschnitt werden auch die Durchlässe unter der Barkhauser Straße angeschlossen

1. Bauabschnitt

© Ralf KlokeFelsaushub 2016

Der Abschnitt zwischen Pamplonastraße und Steinbruch "Ilse" war der Auftakt für die Gestaltung des Trockentals. Rund 28.000 Kubikmeter Boden und Felsmaterial wurden ausgehoben. Der Fels wurde später für Erschließung des Baugebiets Brukterer Weg verwendet. Im Tal selbst wurde randlich sowie an der Verzweigung im oberen Bereich Bodenmaterial als Sicht- und Schallschutz eingebaut.

Neben flachen Böschungen wurden auch senkrecht stehende Gesteinsbänke herausgearbeitet. Sie sind besonders exponiert. Klüfte und Spalten bieten natürliche Rückzugsräume für Reptilien und Kleinsäuger.

Um Oberflächenwasser schadlos abzuleiten, wurde eine Rohrleitung bis zur Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts an die Niederschlagsentwässerung in der Pamplonastraße angeschlossen.

© Ralf Klokemittelalterliche Vorratskammer; die Fähnchen zeigen weitere Fundstellen

Der Vorhabenbereich liegt in der Nähe eines mittelalterlichen Siedlungsgebietes. Die Arbeiten wurden daher durch ein Archäologie-Team begleitet. Vorsichtig wurde zunächst nur der Oberboden abgetragen. Darunter kamen zahlreiche archäologische Zeugnisse zutage, darunter Brennöfen und Vorratslager. Alle Befunde wurden sorgfältig wissenschaftlich dokumentiert, bevor der Abtrag weiter gehen konnte.

© Dr. Günter BockwinkelHerstellungszustand erster Bauabschnitt

Mit der Umgestaltung entstanden ausgedehnte felsige Flächen ohne Bodenbedeckung. Sie zeigen seitdem eine phantastische Entwicklung.